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Knackig und kräftig: Spargelernte im Knoblauchsland läuft gut

Verbraucher müssen heuer mehr für das Edelgemüse bezahlen - 19.05.2020 15:56 Uhr

Die fränkische Spargelkönigin Christiane Reinhart und CSU-Bundestagsabgeordneter Christian Schmidt schauen dem Bucher Landwirt Hans Höfler zu, wie dessen Spargelwaschmaschine funktioniert.

© Michael Matejka


Knackig und kräftig, keinesfalls holzig und hohl: Die Qualität ist sehr gut, betonen die Erzeuger, und auch das Wetter spielt derzeit mit: nicht zu heiß oder zu kalt, nicht zu trocken, dafür viel Sonne. Bei der Vermarktung sind heuer die Hofläden sehr gefragt. Die Kunden kaufen vermehrt direkt bei den Bauern ein. Das gleicht das Minus fast wieder aus, das durch die fehlenden Aufträge in der Gastronomie und bei den Kantinen entstanden ist, meint Adel.

Schwieriger Start

Schwierig war es Mitte März, als die ersten Spargel auf den Äckern gestochen wurden. Wegen der Corona-Pandemie waren damals die Grenzen geschlossen. Und weil die routinierten Saisonarbeiter aus Rumänien und Polen fehlten, mussten sich die Gemüsebauern im Nürnberger Norden mit einheimischen Kräften behelfen.

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"Wir haben eine Menge Bewerbungen bekommen. Es gab eine große Bereitschaft, aber für viele war die körperliche Anstrengung zu groß", berichtet der Bucher Spargelbauer Hans Höfler. Mit sechs heimischen Kräften habe sein Betrieb heuer begonnen, nach drei Wochen ist nur mehr eine Kraft übrig geblieben. "Ungelernte bringen vielleicht zehn Prozent der Leistung unserer osteuropäischen Saisonkräfte", meint Höfler, "ohne die rumänischen Erntehelfer hätten wir es nicht geschafft." Ein Hektar Radieschen habe man unterpflügen müssen, weil sie nicht rechtzeitig geerntet werden konnten.

"Mit blauem Auge davongekommen"

Die Bundespolitik hat im April und Mai osteuropäische Erntehelfer einreisen lassen - verbunden mit hohen gesundheitlichen Auflagen. Jetzt sind die eingespielten Teams auf den Feldern unterwegs. "Wir sind mit einem blauen Auge aus der Krise davongekommen", erklärt Peter Höfler, Kreisobmann des Bauernverbands, "der Gemüseanbau war vergleichsweise privilegiert." Sein besonderer Dank gilt der Politik, die mit ihrem Umschwenken bei der Einreisefrage sehr stark geholfen habe.

Konkret spricht der ehrenamtliche Bauernverbands-Funktionär den Fürther Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt an. Der CSU-Abgeordnete freut sich über "den guten Aufschlag bei der Spargelernte" und appelliert, die Gesundheitsfragen weiterhin "nicht locker zu nehmen". Im Knoblauchsländer Gemüseanbau habe es bislang keine Fälle gegeben, die Sorge machen würden. Wichtig sei aber, die corona-bedingten Hygienevorschriften weiter durchzuhalten.

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