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Mittwoch, 23.09.2020

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Feierliche Zeremonie: Tunnelgrabungen für U3-Ausbau gestartet

Auch Innenminister Joachim Herrmann machte sich ein Bild vor Ort - 07.08.2020 19:44 Uhr

Anke König drückte als Tunnelpatin den Knopf, mit dem die Bohrarbeiten starteten.

© Michael Matejka


Bei der Tunnelanschlagsfeier in der Baugrube, in der der Bahnhof Kleinreuth entstehen soll, drückte Tunnelpatin Anke König auf den Kopf, damit sich die Fräse ins Gestein frisst. Zuvor hatte ihr Ehemann, Oberbürgermeister Marcus König (CSU), den öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg als "Exportschlager" bezeichnet und auf einge Höhepunkte in der Geschichte des U-Bahn-Baus in Nürnberg zurückgeblickt, etwa auf den Startschuss für die vollautomatische U-Bahn im Jahr 2008. Wenn die Linie U3 bis nach Gebersdorf fertiggestellt sei, werde sie 16 Bahnhöfe umfassen, so König.

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16 Bahnhöfe soll die U-Bahnlinie U3 umfassen, wenn der Ausbau bis nach Gebersdorf fertiggestellt ist. Bei der Tunnelfeier am zukünftigen Bahnhof Kleinreuth waren auch Innenminister Joachim Herrmann und natürlich Nürnbergs OB Marcus König dabei.


Baureferent Daniel Ulrich (parteilos) geht davon aus, dass dies bis 2025 oder 2026 passieren wird. Der U-Bahnhof Großreuth bei Schweinau ist schon fast fertig und soll noch 2020 eröffnet werden, in fünf bis sechs Jahren kommen dann Kleinreuth bei Schweinau und Gebersdorf hinzu. Ulrich hatte einige Daten für den am Freitag eröffneten Bauabschnitt parat. So müssen 163 000 Kubikmeter für den Bau der Bahnhöfe ausgehoben werden, weitere 62.500 Kubikmeter an Material kommen für die Tunnelbauten dazu. Für die Bauwerke werden rund 54.000 Kubikmeter Beton und 6410 Tonnen Baustahl benötigt. "Damit könnte man mehrere große Schulhäuser bauen", sagte Ulrich, um die Dimensionen zu veranschaulichen.

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war ebenfalls zum Tunnelanschlag gekommen, immerhin beteiligt sich der Freistaat mit 20 Prozent an den förderfähigen Kosten, der Zuschuss des Bundes beträgt 60 Prozent. Insgesamt machen die Beteiligung von Bund und Land 93 Millionen Euro aus, die Gesamtkosten betragen 138 Millionen Euro.


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