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Sonntag, 19.05.2019

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Auf frischer Tat ertappt: Polizei schnappt Fast-Food-Einbrecher

Sie stiegen in unter anderem in Nürnberg, Erlangen, Aurach, Schwabach ein - 16.11.2018 15:02 Uhr

Den Ermittlern war schnell klar, dass hier wohl immer wieder die gleiche Bande am Werk war: Zwischen Mitte Juli und Mitte Oktober stiegen Einbrecher in sieben Schnellrestaurants in Nürnberg, Erlangen, Aurach, Schwabach, Neustadt/Aisch und Gunzenhausen ein – die Vorgehensweise war immer gleich. Sie verschafften sich über den Drive-in-Schalter Zugang ins Innere, suchten das Büro und machten sich dort am Tresor zu schaffen – eine Masche, die wohl noch länger hätte funktionieren sollen. Was die Einbrecher noch nicht wussten: Die Ermittler waren ihnen schon auf den Fersen. Bei einem der Einbrüche ließen sie ein Tatwerkzeug zurück – und das führte die Polizei auf die Spur eines Mannes. Die Ermittler ergriffen ihre Chance und beobachteten den Mann von nun an genauer.

Die Polizei konnte so genau verfolgen, dass der Mann zusammen mit seinen Komplizen am vorletzten Wochenende schon wieder einen Ausflug nach Mittelfranken unternahm und sich bei einem weiteren Schnellrestaurant umschaute. Als am Wochenende dann bei Altdorf die Tat stattfinden sollte, waren die Beamten zur Stelle. Die beiden Männer, die ins Schnellrestaurant bei Altdorf einstiegen, konnten leicht gefasst werden. Die beiden Komplizen, die draußen Schmiere standen, kamen dank eines Hubschraubereinsatzes aber auch nicht weit. 

In Untersuchungshaft

Jetzt sitzen die vier Männer (34, 38, 39 und 44 Jahre) in Untersuchungshaft – die Ermittler prüfen derweil, ob die vier möglicherweise noch für weitere Einbrüche verantwortlich sind. Alle vier Tatverdächtigen sind Kosovo-Albaner und besuchen immer wieder ihre Familien dort, haben aber einen festen Wohnsitz in Mittelfranken bzw. Baden-Württemberg. Drei von ihnen sind strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten. Einer der Männer hätte sich eigentlich wegen Diebstahl und Körperverletzung vor Gericht verantworten sollen, erschien jedoch nicht zur Verhandlung. Weil das Gericht ihm aber gern den Prozess gemacht hätte, besteht gegen ihn derzeit ein sogenannter Sitzungshaftbefehl.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die vier Männer mit ihren Einbrüchen dauerhaft ihren Lebensunterhalt bestreiten wollten. Von den sieben "geglückten" Einbrüchen schafften sie es viermal, den Tresor zu öffnen. Ihre Beute dabei: insgesamt rund 130.000 Euro. Bei den Taten richteten die Männer aber nicht nur einen großen Entwendungsschaden an. Der Sachschaden wird auf rund 40.000 Euro geschätzt.

Zwei der Männer räumten die Vorwürfe der Ermittler mittlerweile ein. Die anderen beiden sagen nichts dazu. Die Ermittlungen dauern an.


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jule

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