Dienstag, 12.11.2019

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Anti-Terror-Übung am Hauptbahnhof: Polizei probt für Ernstfall

Vollübung mit über tausend Teilnehmern - Hauptbahnhof größtenteils gesperrt - 07.10.2019 17:25 Uhr

Hier üben schwerbewaffnete Kräfte am Münchner Hauptbahnhof. Am Dienstagabend, 15. Oktober, wird auch der Nürnberger Hauptbahnhof zum Austragungsort einer Anti-Terror-Übung. © Bundespolizei


Schwer bewaffnete Terroristen schießen mit Sturmgewehren um sich, Menschen schreien, liegen verletzt auf dem Boden: Was hier in der Nacht zum Mittwoch, den 16. Oktober, rund um den Nürnberger Hauptbahnhof passiert, ist zum Glück nur eine Übung. Die Münchner Bundespolizei probt zusammen mit der Polizei Nürnberg, der Berufsfeuerwehr und Rettungsdiensten für den Ernstfall. Auch die Stadt Nürnberg, die Deutsche Bahn sowie die VAG sind mit in die Anti-Terror-Übung integriert, heißt es am Donnerstag in einem Pressebericht von der Polizei Mittelfranken. Insgesamt 1000 Teilnehmer werden an diesem Abend mehrere unterschiedliche, fiktive Terror- und Anschlagsszenarien durchführen.

Für eine großangelegte Anti-Terror-Übung im Nürnberger Hauptbahnhof bleiben West- und Mittelhalle sowie Ober- und Untergeschoss für Reisende gesperrt. © Bundespolizei


Unter realistischen Bedingungen soll dabei das Vorgehen gegen Terroristen und die Versorgung von zahlreichen Verletzten in einer lebensbedrohlichen Einsatzlage genau geprobt werden, so die Polizei. Um die Auswirkungen auf Unbeteiligte möglichst gering zu halten, wird die Übung nachts stattfinden. Durch Schüsse mit Platzpatronen oder simulierten Explosionen kann es zu Lärmbelästigungen rund um den Hauptbahnhof kommen. "Rund um den Hauptbahnhof Nürnberg werden in dieser Nacht eine Vielzahl von Einsatzkräften und Einsatzfahrzeugen unterwegs sein", teilt die Polizei mit. Außerdem werden Statisten wie Verletzte geschminkt, was der realistischen Darstellung dienen soll.

Große Teile des Nürnberger Hauptbahnhofs gesperrt

Von 20.30 Uhr bis 5 Uhr werden West- und Mittelhalle, Ober- und Untergeschoss des Hauptbahnhofs sowie die Bahnsteige 1 - 5 des Hauptbahnhofes für die Öffentlichkeit gesperrt. Reisende gelangen dann nur noch über die Osthalle und den Südostausgang zu den Gleisen. Das Parkhaus kann jedoch angefahren werden. Außerdem wird die Eilgutstraße bereits ab 14 Uhr, die Celtisunterführung ab 17 Uhr sowie der Bahnhofsvorplatz, in Fahrtrichtung Marientunnel, ab 19 Uhr gesperrt.

Um die Reisenden zu informieren, werden in den kommenden Tagen am Hauptbahnhof sowie in den ankommenden Zügen Durchsagen erfolgen. Außerdem beantwortet die DB vor Ort Fragen zu Zugverbindungen und teilt Flyer aus.

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Ausnahmezustand am Hafen: Nürnberg übt den Katastrophenfall

Am Samstag haben Nürnberger Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und des THW den Katastrophenfall geübt. Das Übungsszenario war der Brand eines Großtanks mit insgesamt zwölf Verletzten am Nürnberger Hafen. Insgesamt waren 900 Personen beteiligt. Um die Lage weiter zu verschärfen, kollidierte ein besetzter Nahverkehrsbus mit der Hafenbahn. Als Teil der Übung wurden die Verletzten auch in die Nürnberger Krankenhäuser gebracht.


jm

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