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37 Brauereien dabei: Heute beginnt das fränkische Bierfest

Zum 22. Mal lockt der Burggraben durstige Franken an - 19.06.2019 05:53 Uhr

Wenn Fronleichnam naht, ist auch des fränkischen Bierfest im Burggraben nicht fern. © Edgar Pfrogner


Neu in diesem Jahr ist der "Marktplatz rund ums Bier", der an die Stelle des früheren "Craftbeerstands" tritt. Gemeinsam mit dem bekannten Bamberger "Bierpapst" Markus Raupach hatte Betreiber Thomas Landherr die Idee, einen neuen Raum für allerlei Ideen rund ums Bier zu kreieren. Raupach lässt sich selbst auch nicht lumpen und ist an einem Stand vertreten, um interessierten Besuchern die volle Vielfalt von Craftbeer näher zu bringen. Außerdem hat er einen Sud nach einem 100 Jahre alten Rezept mit dabei: Das "Hvidtøl" ist ein etwas anderes Weißbier aus nordischen Gefilden.

"Der Marktplatz gibt uns die Möglichkeit, auch weitere Themen in einem neuen Rahmen zu präsentieren", freut sich Gastgeber Landherr. Neben bereits gut etablierten Gästen wie der finnischen Bryggeri Helsinki und der Pivovar Bizon aus der Tschechischen Republik wird die wohl kleinste Brauerei Frankens, die Braumanufaktur Hertl aus Schlüsselfeld, zum ersten Mal auf dem Marktplatz vertreten sein. Ebenso wie übrigens die Tucher-Brauerei, die hier ihr historisches Rotbier aus Eichenfässern ausschenkt, das im vergangenen Jahr erst prämiert worden ist.

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Das Fränkische Bierfest im Burggraben startet mit festlichem Umzug

Am Mittwoch fiel der Startschuss für das Fränkische Bierfest in Nürnberg. Um 16 Uhr bezog der Festzug Stellung und marschierte von dort hinab in den Burggraben.


Insgesamt sind 37 Brauereien auf dem Bierfest mit ihren Ständen vertreten, die wieder wie ein "Who is who" der (überwiegend) fränkischen Braukunst anmuten: Von A wie der Hausbrauerei im Altstadthof bis Z wie der Brauerei Zwanzger aus Uehlfeld im Aischgrund bleiben kaum Wünsche offen. Da fällt es auch nicht so schwer ins Gewicht, dass der beliebte Umzug mit Festwagen künftig entfallen muss. "Zu viele Genehmigungen" hätten dazu geführt, deutet Landherr an.

Hunde sind (mit Ausnahme von Blinden- und Assistenzhunden) ab diesem Jahr ebenfalls nicht mehr auf dem Bierfest gestattet – auch hier seien neue Auflagen seitens der Stadt der Hintergrund. Die Betreiber des Bierfestes appellieren bereits jetzt an die Gäste, die Vierbeiner doch bitte in der kühlen Wohnung zu lassen – und nicht etwa im heißen Auto.

Rund 120.000 Gäste machten sich zuletzt an fünf Tagen auf den Weg zum Bierfest, wobei Landherr stets einen guten Durchsatz beobachtet: "Vormittags und mittags ist anderes Publikum da als abends." Gemeinsam ist seinen Gästen, dass sie sich zu benehmen wissen und ihre Grenzen kennen, sagt Landherr. Gerade mal zwei Rettungsdienst-Einsätze waren 2018 während des Bierfestes zu verzeichnen. "Wir sind eben ein durch und durch friedliches Familienfest", freut sich der Chef. 

Sebastian Linstädt

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