Montag, 22.04.2019

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15. April 1969: Luginsland mit Cafe

Die Bundespost plant den Bau eines Fernmeldeturms im Hafengebiet - 15.04.2019 10:50 Uhr

Bundespostminister Dr. Werner Dollinger (Mitte) im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Andreas Urschlechter. Im Hintergrund Dr. Günther Düll, persönlicher Referent des Ministers; er war viele Jahre lang als Pressereferent der Oberpostdirektion tätig. © Zeitner


Zur Visite bei Oberbürgermeister Dr. Urschlechter war der Bundespostminister ohnehin nicht mit leeren Händen gekommen: er versprach eine 30-Pfennig-Sondermarke zum Dürer-Jahr 1971, ergänzt durch eine neuartige Postkartenserie mit einem 20-Pfennig-Wert. Außerdem sagte er für Anfang 1970 den Baubeginn für das neue OPD-Gebäude am Rathenauplatz zu.

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„Wir wollen einen zweiten Luginsland bauen. Der erste steht auf der Burg, der andere soll ins Hafengebiet“, kam Dr. Werner Dollinger bei einer kurzen Pressekonferenz im Amtszimmer des OBM auf die Turm-Pläne zu sprechen. Dabei gab er freilich zu, daß die Post nicht allein der Stadt zuliebe ein so attraktives Bauwerk am Europa-Kanal errichten wird: „Wir brauchen den Turm insbesondere für den Richtfunk, um den zahlreichen Wünschen nach Telefonanschlüssen gerecht werden zu können.“

Mit den Initialen A. D.

Noch existieren keine genauen Vorstellungen über den Nürnberger Turm – Fragen wie der Standort oder die Kabelverbindungen zu den Knotenämtern in der Stadt müssen erst noch geklärt werden. Aber der Oberbürgermeister fand die Idee gestern schon vortrefflich. „Der größte Binnenhafen an der Kanalstrecke zwischen Frankfurt und Regensburg wird ohnehin für die Bevölkerung eine Attraktion. Wenn dann noch der Turm dazu kommt!“ schwärmte er.

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Einigkeit zwischen Bundesminister und. Stadtoberhaupt herrscht auch, nachdem wegen der 1971 zum 500. Geburtstag von Albrecht Dürer erwarteten Sonder-Briefmarken eine Lösung gefunden wurde, die beiden Seiten gerecht wird. Außer der 30-Pfennig-Marke, die die Initialen A. D. trägt und in einer Auflage von 30 Millionen verkauft wird, überrascht die Bundespost die Sammler mit einer Postkartenserie, wie sie nach dem Kriege noch nicht wieder herausgebracht worden ist. Vorgesehen sind sechs Karten: drei mit Werken des Nürnberger Meisters, drei mit historischen Bauten aus seiner Zeit, samt einem 20-Pfennig-Sonderwert. 

K. E.

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