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Personal aus der Altenpflege im Landkreis Neustadt gesucht

Dringender Aufruf des Landkreises an Unterstützungskräfte - 01.04.2020 20:42 Uhr

Für ihre Hilfsbereitschaft in schweren Zeiten zollt Landrat Helmut Weiß allen Kräften seinen allergrößten Respekt und Dank.

© Landratsamt


Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gibt es nach Auskunft aus dem Landratsamt zum derzeitigen Stand 72 labordiagnostisch bestätigte Corona-Fälle. Die Anzahl der Personen, die bislang aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden konnte, ist gegenüber dem Vortrag unverändert geblieben, so dass sich in dieser aktuell 62 Betroffene befinden.

Auch wenn sich die absoluten Zahlen hinsichtlich der Corona-Infektionen für den Landkreis gegenwärtig noch vergleichsweise moderat darstellen, geht man auch hier in den nächsten Tagen und Wochen von weiteren Steigerungen kommen. Für den Fall einer weiteren Zuspitzung der Corona-Pandemie im Landkreis ist man weiter um den Aufbau einer Personalreserve aus medizinischem Fachpersonal bemüht.

„Wir sprechen hiermit nochmals gezielt medizinisches Fachpersonal, vor allem Ärztinnen und Ärzte, sowie Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte an, die nicht oder nicht mehr arbeiten, beispielsweise aufgrund Elternzeit, Altersteilzeit oder Rente“, teilt das Landratsamt mit. Gleichermaßen gelte dieser Aufruf auch Medizinstudierenden oder anderen Personen mit medizinischem Fachwissen.

Sorge um Altenheime

Trotz aller getroffenen Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen sei nicht auszuschließen, dass von vom Corona-Virus auch Altenpflegeeinrichtungen betroffen sein würden, wie dies in anderen Landkreisen bedauerlicherweise bereits jetzt schon der Fall sei.

Vom Ausbreitungsgeschehen in einer solchen Einrichtung seien die Bewohner aber auch die dort arbeitenden Pflegekräfte betroffen. Durch hohe Ausfallzahlen innerhalb der Belegschaften könne es zu erheblichen Beeinträchtigungen der notwendigen Betreuung und Pflege der Bewohner kommen, wird in der Pressemitteilung des Landratsamtes ausgeführt.

„Um für etwaige Notsituationen innerhalb von Altenpflegeeinrichtungen bestmöglich gerüstet zu sein, müssen wir auch hier eine Personalreserve durch freiwillige Personen aufbauen. Ziel ist die Aufrechterhaltung aller notwendigen Betreuungs- und Pflegemaßnahmen für die Bewohner dieser Einrichtungen“, so Pressesprecher Matthias Hirsch. Alle Personen mit einer Ausbildung beziehungsweise Berufserfahrung im Bereich der Altenpflege, die sich in diesem Bereich im Fall der Fälle einbringen könnten, aber im Moment aufgrund Elternzeit, Altersteilzeit oder Rente nicht arbeiteten, sind aufgerufen, sich beim Landratsamt zu melden, damit für den Notfall eine entsprechende freiwillige Personalreserve vorhanden ist, auf die Zurückgegriffen werden kann.

„Vorgenannte Personen aus dem medizinischen Bereich sowie aus dem Altenpflegebereich mögen sich bitte beim Landratsamt registrieren lassen“, ruft der Landkreis auf. Da bestimmte Qualifikationen und persönliche Daten abgefragt werden müssten, wird darum gebeten, ausschließlich telefonisch mit dem Landratsamt Kontakt aufzunehmen. Hierfür steht die Telefonnummer des Bürgertelefons 09161 92 5050 zur Verfügung, die Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr erreichbar ist. Am kommenden Wochenende ist das Bürgertelefon auch am Samstag, 4. April, ebenfalls von 8 bis 12 Uhr besetzt. Am Sonntag, 5. April, ist es nicht in Betrieb.

Weiterarbeit oder Wiederaufnahme erleichtert

Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die im jeweiligen Kalenderjahr geltende Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Maßgeblich ist, dass die Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund der Eigenart befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird, so das Landratsamt. Bisher betrugen die Grenzen drei Monate oder 70 Arbeitstage. Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket). Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen gilt für Neu- und Bestandsrentnerinnen und -rentner.

nb

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