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Dienstag, 11.08.2020

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Offener Dialog mit den Bauern

MdB Schmidt: Düngeverordnung auf wirtschaftlicher Basis
- 28.01.2020 13:04 Uhr

Der ehemalige Bundesagrarminister Christian Schmidt im offenen Dialog mit Landwirten in Uehlfeld.

© Harald Munzinger


In der Unterredung mit dem Wasserexperten des Bayerischen Bauernverbandes, Thomas Pfeiffer aus Mailach und Vertretern von "Land schafft Verbindung" stand die geforderte erneute Novelle der Düngeverordnung im Mittelpunkt des Gesprächs. Er stellte gegenüber Bürgermeister Stöcker fest, dass sich Uehlfeld sehr qualifiziert um solche Fragen kümmere und dankte dafür sehr. "Wir wollen eine Düngeverordnung auf wissenschaftlicher Basis! Das gilt sowohl auf EU-Ebene, national und in Bayern" so Schmidt.

Er wisse, dass die Landwirte großes Interesse an der hohen Trinkwasserqualität hätten, die Deutschland auszeichnen würde. Deswegen plädierte er ebenso wie die Landwirte für Regelungen, die auf wissenschaftlicher Basis stünden, die transparent sowie nachvollziehbar seien und die auch geeignet wären, eine Verbesserung des Grundwassers herbei zu führen. Hierfür habe er in seiner Amtszeit ja eine durchaus anspruchsvolle Düngeverordnung 2017 gestaltet, die man erst einmal wirken lassen sollte.

Das Grundwassermessstellennetz, welches Grundlage für die Einstufung von "Roten Gebieten" sei, werde derzeit vom Bayerischen Umweltministerium überprüft und deutlich ausgeweitet. Damit soll die vom Bund vorgegebene "Binnendifferenzierung" besser erfüllt werden, erklärte der Landtagsabgeordnete Hans Herold gegenüber den Bauern.

Bundeslandwirtschaftsminister a.D. Christian Schmidt stellte zum Abschluss des Dialogs fest, dass belastbare und repräsentative Messergebnisse als Grundlage einer zielgerichteten Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie schon aus Gründen der Rechtssicherheit in Deutschland wichtig seien. Falls Bewirtschaftungsbeschränkungen notwendig würden, setze er sich für einen finanziellen Ausgleich ein.

Gleichzeitig machte er zusammen mit MdL Herold deutlich, dass ungerechtfertigte und einseitige Belastungen für die Bauern von ihnen abgelehnt würden.

nb

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