12°

Montag, 17.06.2019

|

"Niederseilgarten" wurde in Münchsteinach eingeweiht

"Blindes Vertrauen" fördern - Freizeitheim um Erlebnispädagogik bereichert - 17.09.2018 18:48 Uhr

Bürgermeister Claus Seifert und Leader-Koordinator Ekkerhard Eisenhut (v. r..) sowie CVJM-Vorsitzende Gabriele Dal Piva (l.) folgten bei der "Laufenden Acht" den Anweisungen von Projektentwickler Henry Esche. © Harald Munzinger


Die Vorsitzende des CVJM, Gabriele Dal Piva, und Hausleiter Claus Schelle freuten sich, dass gut wurde, was lange währte. Denn die erste Idee eines "Hochseilgartens", die allerdings verworfen werden musste, hatte man für das seit 1970 Freizeitzentrum Münchsteinach 2006 und seit 2010 ist der "Niedrigseilgarten" geplant. Ohne Leaderförderung wäre es beim Plan geblieben, weshalb der Dank für die Realisierung des Projektes als "absolute Bereicherung der pädagogischen Arbeit" insbesondere der durch Zweiten Vorsitzenden Claus Seifert vertretenen LAG Südlicher Steigerwald und Leader-Koordinator Ekkehard Eisenhut galt.

Auch der Förderverein hatte sich nach dem Bau der "Steigerwaldhäuschen" vor acht Jahren für das neue Projekt stark gemacht, das von der Gemeinde großzügig mit 4000 Euro unterstützt wurde. Sie überreichte symbolisch Dritter Bürgermeister Hans-Georg Mosmeier als "gutes Fundament" für die Jugendarbeit und freute sich über die neue Attraktion für Münchsteinach. Für Seifert passte der "Niederseilgarten" genau in das LAG-Konzept, innovative Ideen zu fördern und für sie EU-Gelder in die Region zu holen; eine stattliche Million Euro in der letzten Förderperiode.

"Bürger gestalten ihre Heimat!"

Münchsteinachs Dritter Bürgermeister Hans-Georg Mosmeier überreichte den symbolischen Scheck der Gemeinde an CVJM-Vorsitzende Gabriele Dal Piva. © Harald Munzinger


Knapp 13.000 Euro gab es für die mit 29,700 Euro veranschlagte Anlage in einem Waldstück am Freizeitzentrum, für das sich freiwillige Kräfte mit 2000 Arbeitsstunden einbrachten. Das ehrenamtliche Engagement unter dem Motto "Bürger gestalten ihre Heimat" sowie die Umsetzung neuer Ideen nannte Ekkehard Eisenhut als Förderkriterien. Er sah ebenso wie alle Grußredner in der von einem gemischten Posaunenchor gestalteten Feierstunde einen "besonderen Anziehungspunkt" geschaffen.

Pfarradministrator Daniel Bittel, erteilte diesem in einer seiner ersten Amtshandlungen als Nachfolger von Dekan Schürrer in der katholischen Kirche Neustadt den Segen. Henry Esche führte in das am Institut für Erlebnispädagogik an der Universität Kassel für den CVJM Würzburg entwickelte Projekt ein, das mit seinen 16 Stationen Team- und Vertrauensbildung stärken will. 12 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen sich für die Begleitung von Gruppen ausbilden lassen, die ab sofort in das Angebot des Freizeitzentrums aufgenommen und wohl auch einen zusätzlichen Belegungsanreiz schaffen wird.

14.000 Übernachtungen im Jahr

Mit 6000 Gästen und 14.000 Übernachtungen im Jahr ist man in der Münchsteinacher Hausleitung durchaus zufrieden. Mit 150 Betten an den Wochenenden ausgebucht, hat eine der größten Einrichtungen für Selbstverpfleger in Deutschland unter der Woche noch freie Kapazitäten, lässt Claus Schelle wissen. Der „Niederseilgarten“ könne als neue Attraktion ein Anreiz für die erlebnispädagogische Arbeit in Schulen oder Lehrerwerkstätten aber auch für die Teambildung in Unternehmen sein. Sieben Kräfte sorgen für den angenehmen Aufenthalt inmitten der Natur des Südlichen Steigerwaldes.

Vielleicht sieht man ja auch einmal den einen oder anderen Gemeinderat im "Niederseilgarten", in dem Bürgermeister Claus Seifert mit Leader-Koordinator Ekkehard Eisenhut und anderen Einweihungsgästen interessante Erfahrungen etwa an der "Laufenden Acht" oder am "Transportring" machte. Interessiert verfolgt wurden Übungen beim "Verkehrsstau" oder am "Mäusefallen-Parcour" an dem ein Teilnehmer mit verbundenen Augen durch Kommandos an Fallen vorbeigelotst wird. Blindes Vertrauen ist auch beim freien Fall auf die Arme der Gruppe erforderlich. Zwar ist der "Niedgrigseilgarten" frei zugänglich, doch richtig Spaß macht seine Nutzung nur in Gruppen und noch mehr mit der Begleitung geschulter Kräfte. Der Anfang ist mit viel Anerkennung für eine gelungene Bereicherung der Angebote im "Hermann Kupsch Haus" des CVJM Freizeitzentrums gemacht, worüber sich auch leitender Referent Daniel Klein freute, der das Fördern von Handeln, Denken und Fühlen in der Erlebnispädagogik mit christlichen Elementen verband. 

Harald J. Munzinger E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Münchsteinach