Freitag, 22.11.2019

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Neustädter Paar setzt künstlerische Impulse

Stadtgeschichte auf Fassaden - 23.10.2019 18:38 Uhr

Der Künstler Neustädter Manfred Hönig (r.) freut sich mit Regina und Hans Denterlein über viel Beachtung des "Fensterbildes" mit dem zurückgedrehten Rad der Geschichte in eine Zeit, als es noch viele Geheimnisse der Erde "aufzudecken" galt. © Harald Munzinger


Der renommierte Friseur verschafft sich mit seiner Immobilien GmbH selbst die Möglichkeit, die Idee zu realisieren, "Häuser ihre Geschichte erzählen zu lassen". Ein Stück soll mit dieser auch Zeitgeschichte und die Rolle des Gebäudes in dieser bewusst gemacht werden. So drehen Regina und Hans Denterlein, von dem Neustädter Künstler Manfred Hönig in die napoleonische Zeit versetzt, das Rad der Zeit zu den Ursprüngen des markanten Altstadtgebäudes zurück, das einmal als Rathaus gedient haben soll.

Was es wohl schon alles erlebt haben mag, setzt ihr "Fensterbild" Fantasien frei, das schon bei seiner Entstehung viel Aufmerksamkeit weckte, wie Hönig – mehrfach ausgezeichnet und seit vielen Jahren "Abonnent" beim großen NN-Kunstpreis – von neugieriger Kulisse bei seiner Arbeit berichtet. Auch jetzt seien immer wieder viele Passanten und Schulklassen zu beobachten, die das Bild betrachteten, freuen sich Regina und Hans Denterlein, für die "Kunst ein verbindendes Element ist".

Zeit und Ordnung selbst in der Hand

Neben der Heimatstadt Neustadt hat das Paar seinen künstlerischen Fingerabdruck auch schon andernorts mit sehr positiver Resonanz und auch ganz praktischen Effekt hinterlassen. Wie etwa in Gera, wo eine Immobilie immer wieder Objekt von Sprayern war. Jetzt ist es kunstvoll gestaltet und als Schmuckstück in der Stadt geschätzt. Oder in Wilhermsdorf, wo die Sonne um eine Säule fließt und mit der Ziffer 13 für Veränderung ein Symbol für Zeit und Ordnung deutlich machen soll, dass es jeder selbst in der Hand hat, diese zu steuern. Auch für sich selbst, wie Hans Denterlein die Kunst mit der Philosophie verbindet und feststellt, dass die Fassadengestaltungen sehr gut angenommen werden und mit ihnen die Gebäude "eine ganz andere Energie ausstrahlen". So würden er und Ehefrau Regina sich freuen, wenn möglichst viele Hauseigentümer und Geschäftsleute ihre Idee aufgreifen und ihren Häusern eine ganz persönliche Note verleihen würden. Jeder auf seine Art und "dem Thema, das ihm wichtig ist". So könnte ein großes Bilderbuch der Geschichte einer Stadt und ihrer Menschen entstehen, erzählt von Häusern und ihren Bewohnern nicht selten über viele Generationen hinweg. Der Fantasie sind da breite Schwingen verliehen.

Harald J. Munzinger

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