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Dienstag, 18.06.2019

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Lkw & Co.: Jede Menge altes Blech begeistert in Neustadt

Treffen historischer Nutzfahrzeuge freut sich über Teilnehmerrekord - 18.05.2019 20:24 Uhr

Mit Besitzer Richard Schmidt (links) aus der Eifel enthüllte Zweiter Bürgermeister Peter Holzmann beim „Internationalen Nutzfahrzeuge-Treffen“ Schriftzug und Wappen der Heimat auf dem einstigen Neustädter Tanklöschfahrzeug. © Harald Munzinger


Martin Regner, der die internationalen Nutzfahrzeuge-Treffen mitorganisiert, erinnerte sich bei der offiziellen Begrüßung der teilweise mit den unterschiedlichsten Fahrzeugtypen weitangereisten Teilnehmer an das erste Treffen 2009 in Neustadt mit 29 Lastkraftwagen seiner erklärten Lieblingsmarke Magirus Deutz. Inzwischen offen für andere Hersteller, hat sich das Treffen zu einem Begriff in der Szene entwickelt, wozu Zweiter Bürgermeister Peter Holzmann als bekennender Freund alter Fahrzeuge gratulierte.

Holzmann zeigte sich „ganz beeindruckt, was sich da alles eingefunden“ habe und erinnerte sich noch an den einen oder anderen Veteranen im einstigen Straßenbild. Dass sie heute noch „auf Achse“ seien, belege die Zuverlässigkeit des Fahrzeugbaues in einer Zeit, „als man noch mit wenig Technik ausgekommen ist“.

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Historisches-Nutzfahrzeug-Treffen Neustadt 2019

Auf großes Interesse stieß das Treffen internationaler Nutzfahrzeuge auf dem Festplatz wie beim Korso durch die Altstadt zur „NeustadtNacht“ in Neustadt/Aisch. Aber klicken Sie selbst:


Holzmann bewunderte die Leidenschaft und Hingabe, mit der die Fahrzeuge restauriert und liebevoll gepflegt werden mit „Respekt, was Sie da leisten“. Der Bürgermeister dankte Regner für die Organisation der Treffen, die Neustadt und mit dem Fahrzeugkorso insbesondere die „NeustadtNacht“ bereicherten, deren Besuch er zugleich ebenso als schönes Erlebnis empfahl, wie die „Museen im Alten Schloss“.

Das imposante Bild der historischen Fahrzeugschau mit der auffälligen Dominanz von Feuerwehrfahrzeugen veranlasste Holzmann zum „Insiderbekenntnis“, dass dieser Platz nie bebaut werden dürfe, wie dies für das neue Feuerwehrgerätehaus ins Gespräch gebracht worden war. „Was den Münchnern ihre Theresienwiese ist für uns Neustädter unser Festplatz“, was Besucher der Fahrzeugschau mit Beifall bekräftigten.

Den gab es auch herzlich für ein aus Holland mit einem 1952er Magirus 750 Kilometer weit angereisten Ehepaar sowie für einen „Dauergast“ der Treffen Großbritannien, dem ebenfalls der besondere Willkommensgruß von Martin Regner galt. Der würdigte das reibungslos gute Zusammenwirken mit der Stadt mit der Anmerkung, dass dieses mit dem Landratsamt besser sein könnte, und dankte der "Interessengemeinschaft Museum für Industriekultur und Verkehr e. V." (IGMIV) für die Unterstützung bei der Organisation der ganz besonderen Schau historischer Nutzfahrzeuge, die er nach einer beschaulichen Ausfahrt beim Korso über den Marktplatz vor zahlreichen Schaulustigen vorstellte.

Anton trägt wieder Neustadt-Wappen

Besonders freute sich Regner nach mehr als 30 Jahren über die Rückkehr des Tanklöschfahrzeuges „Anton“ nach Neustadt, wo es einst mit „Friedrich“ und „Berta“ den Löschzug der Feuerwehr bildete. „Bertas“ aktueller Besitzer grüßte aus Baden Württemberg, „Friedrich“ hinderte ein technischer Defekt an der Teilnahme an dem Treffen.

Bis Ende der 1980er Jahre im Einsatz und dann einige Zeit ein für die Kinder beliebtes Objekt am Waldbad, machte „Anton“ seine Tour unter anderem als „Bierkühler“ einer Brauerei, bis ihn der Maschinenbauingenieur Richard Schmidt aus Sassen in der Eifel mit seinem Faible für alte Fahrzeuge erwarb und jetzt in Neustadt im Bestzustand vorstellte. 8000 Kilometer ist er schon mit „Anton“ unterwegs gewesen, der also nicht nur eine Sammlung ziert, sondern mit einem Dachzelt die Funktion als Nutzfahrzeug erfüllt. Jetzt trägt er wieder den Schriftzug und das Wappen seiner Heimatstadt, enthüllt von Richard Schmidt und Zweitem Bürgermeister Peter Holzmann.

Das älteste beim Treffen, ein Ford-Pritschenwagen, war 1923 gebaut worden. Als „sein Highlight“ bezeichnete Regner einen Magirus Deutz Lastwagen des Baujahrs 1978, den Reinhold Jakob aus Uffenheim so präsentierte, wie er ihn aus seiner Jugendzeit in Erinnerung hatte: „Herrlich authentisch“, wie Martin Regner schwärmte, der bei der Moderation des schier endlosen Korsos über den auf die „NeustadtNacht“ eingerichteten Marktplatz als Lexikon der Nutzfahrzeuggeschichte die vielen Schaulustigen beeindruckte.

 

Harald J. Munzinger

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