Mittwoch, 23.10.2019

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"Laufer Mühle" gestaltet Modenschau der besonderen Art

Frauen fertigen bei "Mode macht Mut" Kleidung aus Wegwerftextilien - 12.06.2019 20:51 Uhr

Über eine große Kulisse durften sich die "Sozialen Betriebe Laufer Mühle" bei ihrer Modenschau der besonderen Art freuen. © privat


Zu einer Modenschau der besonderen Art hatten nun die „Sozialen Betriebe Laufer Mühle“, die unter anderem das „Kreislauf-Kaufhaus“ in Neustadt/Aisch betreiben, ins Stadtzentrum nach Bamberg eingeladen. Viele Hunderte Menschen säumten die Brücken und Straßen rund um das Welterbe- Besuchszentrum an der unteren Mühlbrücke am UNESCO- Welterbetag.

Die Stadt Bamberg, vertreten durch das Zentrum Welterbe, und das Projekt „Mode macht Mut“ der Laufer Mühle hatten als Titel der Modenschau „Bamberger Motive auf Arbeitskleidung“ gewählt , denn beide verfolgen ähnliche Prinzipien, in dem sie das „Weiterentwickeln was sie vorfinden“, so Oberbürgermeister Andreas Starke bei der Begrüßung. Während nun „Mode macht Mut“ gespendeten textilen Materialien, die bereits eine Vorgeschichte haben, durch Veränderung eine zeitgemäße Form verleiht, ist es Aufgabe des Zentrums Welterbe, den gewachsenen Charakter der Stadt zu bewahren, ohne dass dieser zur bloßen Kulisse erstarrt.

Die Kollektion, die von 60 Models, die teilweise bei Mode Macht Mut beschäftigt sind, vorgeführt wurde, zeigte bestickte, bemalte, mit Applikationen versehene und umgeänderte Monteursjacken und Malermäntel, Kochjacken und Ärztekleidung, Arbeitshosen und –overalls.

Durch diese geschaffenen textilen Kunstformen erscheinen E.T.A.-Hoffmann, gestickt auf grauem Arbeitskittel, Kaiser Heinrich und Kaiserin Kunigunde, gemalt auf schwarzer Kochjacke, Lageplan, aus Leder appliziert auf blauer Arbeitsjacke, der Bamberger Reiter mit dem Pferd von Lucky Luke am Zügel, Grüße aus Bamberg auf grüner Chirurgen-Hose. Womit nur ein kleiner Ausschnitt einer künstlerischen, einzigartigen Kollektion beschrieben ist.

Mut braucht es auch, manche der Unikate zu tragen, denn sie passen in kein gängiges Modebild. Dafür werden sie Kontakte und Gespräche provozieren, Fragen aufwerfen und Staunen auslösen, eine kommunikative Mode mithin. „Mode macht Mut“ verhilft so erwerbslosen Frauen, sich kreativ entfalten zu können und dadurch auch Mut und Selbstvertrauen zu gewinnen, das oftmals durch traumatische Lebensumstände zerstört worden ist.

nb

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