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Sonntag, 18.08.2019

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Künstler klopfen in Neustadt an

Förderkreis "pro musica" in der Musikszene bestens etabliert - 16.07.2019 15:26 Uhr

Vorsitzende Ulrike Wesche und ihr Stellvertreter Georg Hopfengärtner konnten auf eine sehr gute Saison zurückblicken und können nach einstimmiger Wiederwahl mutig in die Zukunft planen. © Harald Munzinger


Dabei bleibt man sich seinen Maximen treu, wie es Vorsitzende Ulrike Wesche und ihr Stellvertreter Georg Hopfengärtner in der Mitgliederversammlung betonten. Das musikalische Angebot, bei dem Wünsche aus dem Mitgliederkreis richtungweisend sind, soll verschiedene Stilrichtungen und Epochen umfassen, mal beschwingt, mal ernst sein und auch mal den Anspruch an neue Hörgewohnheiten erheben, schmunzelnd umschrieben mit "Erhörtem und Unerhörtem". Heimische Interpreten werden ebenso weiterhin das Programm mitgestalten, wie überregionale Künstler, die auch schon "weltweit angereist" sind.

Ulrike Wesche freut sich, dass das "auf hohem künstlerischem Niveau gehaltene Programm" zunehmend auch Musikfreunde aus dem Landkreis und darüber hinaus anspricht und die Konzerte überwiegend gut besucht sind, man sogar schon infolge starker Nachfrage von der Rathaus-Ehrenhalle in das Evangelische Gemeindezentrum ausweichen musste. Erster Bürgermeister Klaus Meier, der das Wirken von "pro musica" als wertvolle Bereicherung des kulturellen Lebens würdigte, das Neujahrskonzert als "Highlight sowie Institution" heraushob, und allen dankte, die sich im 92 Mitglieder starken Verein beispielhaft engagierten, bot dem Förderkreis das städtische Nutzungsrecht am Gemeindezentrum an, wo man auch dem vielfach bei klassischen Konzerten störenden Lärmen auf dem Marktplatz ausweichen könnte.

Meiers Kompliment und Ermunterung "so weiterzumachen" erwiderte Vorsitzende Wesche mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem Kulturamt. Dass sich "pro musica" auf einem sehr guten Weg befindet, bestätigen zunehmend Angebote von Interpreten und Orchestern, gerne wieder einmal nach Neustadt zu kommen. Man schätze hier, so gab es Georg Hopfengärtner weiter, die schöne Atmosphäre und Resonanz des Publikums. Und auch der Anspruch an die musikalische Qualität genieße in Künstlerkreisen hohe Wertschätzung.

Vorstand einstimmig bestätigt

Der konnte sich auch die Vorstandschaft versichert sehen, der nach dem trotz unterschiedlichen Konzertdefiziten positiven Bericht von Schatzmeister Martin Wolfart sowohl einstimmig die Entlastung erteilt, wie für eine weitere Amtsperiode das Vertrauen ausgesprochen wurde. Der Wahlleitung war es dabei mit der "Blockabstimmung" leicht gemacht. Ulrike Wesche wurde mit Georg Hopfengärtner als Vorstandsduo bestätigt, ebenso Kassier Martin Wolfart, wie die Beisitzer Ellen Schuster und Christiane Wolfart.

"Einen guten Start hinlegen" will man in die neue Saison mit dem großen Sommerkonzert, zu dem sich "pro musica" am Sonntag, 15. September, eine volle "NeuStadtHalle am Schloss" erhofft, wenn die "BlechMafia" den "Klangauftrag H2O – wie Wasser zum Klingen kommt" erfüllt. Matthias Eckart "Trompete" und Wolfgang Schniske (Schlagwerk) sind die Neustädter "Lokalmatadore" im Nürnberger Sextett. Der Vorverkauf im Neustädter Buchhandel ist angelaufen.

Tangorhythmen und russische Klänge

In die "Rathaus-Ehrenhalle" lädt "pro musica" am Sonntag, 13. Oktober zu Tangorhythmen mit Wolfram und Bettina Born (Klavier und Akkordeon), am Sonntag, 20. November, zu "Kammermusik für Sopran, Viola und Klavier" mit Elisabeth Ort, Karoline Hofmann und Britta Köstner, sowie am Sonntag, 29. Dezember, zu "Klängen aus dem alten und neuen Russland" ein. Dabei gibt es ein Wiederhören mit dem Balalaika-Orchester aus St. Petersburg, zu dem es einst enge Neustädter Verbindungen gab. Ferner wirken namhafte Solisten mit.

Für das "Festliche Neujahrskonzert" mit dem Kammerorchester Würzburg und Solisten am Sonntag 12. Januar 2020, wird ein besonderes Programm vorbereitet, ließ Ulrike Wesche wissen. Denn "pro musica" lädt zu einem Jubiläumskonzert ein, wird mit ihm doch bereits zum zehnten Mal das neue Jahr musikalisch begrüßt. Ebenfalls ein Jubiläum prägt das Konzert "Beethoven plus…" am Sonntag, 9. Februar 2020, wenn zum 250. Geburtstag des großen Meisters auch zeitgenössische Komponisten gratulieren.

Weit ins Jahr 2021 geplant

Werke vergessener jüdischer Komponisten der Romantik erklingen am Samstag, 14 März, mit dem "Gernsheim-Duo" Naoko Christ-Kato (Klavier) und Anna Gann (Gesang) in der Rathaus-Ehrenhalle und am Sonntag, 19. April, ist mit "Caprize" Barock- und Renaissancemusik eine Premiere verbunden. Denn dazu lädt "pro musica" in die St. Johanneskirche in Diespeck mit ihrer ausgezeichneten Akustik ein. Die Planungen des Förderkreises reichen schon weit in die Saison 2020/21 hinein, in der bereits eine Beethoven-Lese-Konzert am 7. Februar 2021 im Nachklang zum Beethoven-Jahr sowie am 9. April 2021 in der Birkenfelder Klosterkirche ein Konzert mit dem Klenke-Streichquartett aus Weimar vorgemerkt werden können. Ebenso wie das "Schmuck-Trio" aus Wuppertal am 11. Oktober 2020 und ein Klavierabend mit Anne Riegler aus Würzburg am 15. November 2020, das mit Weltmusik geplante große Sommerkonzert am 20. September 2020 und das "Festliche Neujahrskonzert" am 18. Januar 2021 inklusive.

In Kürze kann man sich über das Programm von "pro musica" online informieren. Armin Held hat die Homepage für den Förderkreis erstellt, die er mit viel Beifall der Mitgliederversammlung präsentierte. Unter www.promusica-nea.de soll sie zum Wochenende freigeschaltet werden und durch die Vernetzung mit anderen Veranstaltern zeigen, "was im Landkreis alles geboten ist". Nach einer Pause freute man sich im Förderkreis, das "Verona wieder an Horizont", im August 2020 eine Fahrt zu einer Neuinszenierung geplant ist. 

Harald J. Munzinger

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