13°

Dienstag, 21.05.2019

|

Anerkennung: Über 100 Menschen gerettet

Feuerwehren rückten 2018 zu 1457 Einsätzen im Landkreis aus - 25.03.2019 18:30 Uhr

Kreisbrandinspektor Andreas Schick, Kreisbrandrat Alfred Tilz, Kreisbrandmeister Werner Bender sowie Kreisbrandinspektor Rüdiger Neumeister (v. l.) wurden von Landrat Helmut Weiß geehrt. © Rainer Weiskirchen


Die stellte der Landrat in den Mittelpunkt seiner Grußworte. Er bestätigte den Floriansjüngern seines Landkreises, dass sie sich auch im Jahr 2018 in selbstloser und vorbildlicher Weise für ihre Mitbürger engagiert hätten. Er selbst konnte sich bei verschiedenen Großeinsätzen, vor Ort ein Bild von der hervorragenden Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute machen. Weiß betonte weiter, dass das Thema Katastrophenschutz in seiner Behörde einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Beim Tagesordnungspunkt "Personalangelegenheiten" verpflichteten Landrat und Kreisbrandrat die neu gewählten Kommandanten aus dem Jahr 2018, durch Handschlag. Anschließend wurde Kreisbrandinspektor Andreas Schick für 40 Jahre Feuerwehrdienst geehrt, Kreisbrandrat Alfred Tilz, Kreisbrandinspektor Rüdiger Neumeister und Kreisbrandmeister Werner Bender für 25 Jahre Feuerwehrdienst in der Feuerwehrführung des Landkreises ausgezeichnet. Rainer Weiskirchen, Pressesprecher der Landkreis-Feuerwehren, wurde von Landrat Helmut Weiß zum Kreisbrandmeister für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berufen.

5943 Aktive einsatzbereit

Kreisbrandrat Alfred Tilz gab in seinem Jahresbericht zunächst einen Überblick über das Beschaffungskonzept des Landkreises für Fahrzeuge und Geräte. Die Aktivitäten rund um die Atemschutzübungsanlage, den Digitalfunk und die durchgeführten Landkreislehrgänge bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Anschließend erläuterte Tilz in seinem Bericht die Personalsituation der Feuerwehren im Landkreis, im Detail. Zum 31. Dezember 2018 gab es im Landkreis 176 Freiwillige Feuerwehren, zwei offiziell anerkannte Werkfeuerwehren und eine Betriebsfeuerwehr mit insgesamt 5943 Gesamtaktiven im Alter von 12 bis 65 Jahren. Der Personalbestand habe sich im Vergleich zu 2017, trotz der Auflösung von zwei Feuerwehren, um zehn Feuerwehrdienstleistende erhöht. Erfreulich sei auch der leichte Anstieg bei den Frauen und den Jugendlichen in den Feuerwehren.

"Spielender Einstieg" mit Kinderfeuerwehren

Eine Möglichkeit der Nachwuchsgewinnung sieht der Kreisbrandrat in der Einrichtung von Kinderfeuerwehren, die bereits bei elf Feuerwehren im Landkreis existieren. Hier wird Kinder spielerisch der Feuerwehrdienst beigebracht, mit der Hoffnung, dass die Kinder im späteren Alter zur aktiven Truppe stoßen. Tilz rief alle Kommandanten dazu auf, in dem Bemühen, neue Mitglieder für die Feuerwehren zu gewinnen, nicht nachzulassen.

Die Einsatzzahlen aus dem Jahr 2018 zeigten beeindruckende Dimensionen. Alfred Tilz: "Im vergangenen Jahr wurden die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis zu 1457 Einsätzen alarmiert. Das bedeute, dass bei uns im Landkreis, im Durchschnitt alle sechs Stunden, oder viermal am Tag, eine Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wird." Bei diesen Einsätzen konnten über 100 Menschen gerettet werden. "Alleine im Einsatzdienst ergibt das einen Summe von über 26.000 Stunden, die ehrenamtlich geleistet wurden, um Menschenleben zu retten und Sachwerte zu schützen", so Alfred Tilz. Der Kreisbrandrat bedankte sich schließlich auch bei den Einsatzkräften für ihr Engagement, bei den Familienmitgliedern für ihr Verständnis und bei den Arbeitgebern der Feuerwehrleute für die Möglichkeit der Freistellung vom Arbeitsplatz. 

rw

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Markt Bibart