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Montag, 21.10.2019

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Wachsweiche Autos und bunte Felder im Stadtmuseum Neumarkt

Überbordende Freude Peter Angermanns an Farben und Atmosphäre zeigt sich auf seinen Bilder - 21.09.2019 10:45 Uhr

Peter Angermann mit seiner Ehefrau (2.v.re.), mit Kulturamtschefin Barbara Leicht (li.) und Museumsleiterin Petra Henseler (re.) vor einem der zur Zeit ausgestellten Bilder des emeritierten Akademieprofessors im Neumarkter Stadtmuseum. © Foto: Siegfried Mandel


Kulturamtsleiterin Barbara Leicht würdigte den gebürtigen Rehauer Peter Angermann, der sich schon seit seiner Jugend der PleinAir-Malerei verschrieben hat. Studiert hat dieser ungewöhnliche Naturfreund zunächst bei Gerhard Wendland in Nürnberg und bei Joseph Beuys in Düsseldorf, um dann eine Professur für Malerei an der Städelschule in Frankfurt anzutreten, bevor man ihn an die Akademie der bildenden Künste nach Nürnberg holte. "Verschiedenste Aspekte spiegeln sich in Angermanns unter freiem Himmel geschaffenen Arbeiten wider, denn er liebt es, beim Malen draußen zu sein."

Hier trifft sich nun die Intention der Programmmacher der Jurastadt mit dem Wirken des Künstlers: "Draußen" ist eine der Facetten der diesjährigen Kulturnacht. Das Stadtmuseum widmet Peter Angermann die Ausstellung für die Kulturnacht, die am 28. September unter dem Motto Feuer, Erde, Wasser und Luft im gesamten Stadtgebiet anzutreffen sein wird.

Nachgewiesenermaßen, so Barbara Leicht in ihrer Einführung, habe schon Albrecht Dürer die Freilichtmalerei geschätzt. Angermann setzte diese Kunstverwirklichung in seiner Malerei um. "Peter Angermann arbeitet mittendrin im Hier, Jetzt und Heute und lässt sich von Moden nicht beirren. Im Wechsel der Jahreszeiten erscheint in seinen Ansichten die durch Licht und Luft aufgeladene Atmosphäre in hoher Intensität. Er übersteuert die natürliche Farbigkeit, so dass auf seinen Werken eine einzigartige farbliche Atmosphäre entsteht.

Spontan hält er auf seinen Gängen durch die Natur an Ortsrändern, Feldrainen, Waldlichtungen und Landstraßen seine Beobachtungen in lockerem Duktus und strahlenden Farben fest." Doch nicht nur Naturbilder, sondern auch wachsweiche Autos im Comicstil oder schiefe, im Aufbau entstehende Windkraftanlagen, sind auf den Werken erkennbar. In nicht wenigen Bildern zeigt sich spürbar seine Freude an Farbe und Atmosphäre. Interessant wirken auch jene Bilder auf die Betrachter, die ohne Vorzeichnung, gekonnt reduziert, entstanden sind und dennoch großflächig das Weite der Welt veranschaulichen. In Neumarkt ist dann auch noch ein Selbstportrait zu sehen, das im Droste-Effekt (er malt sich, wie er sich malt, wie er sich malt . . .) entstanden ist. Eine Schau wie der Künstler: frech, frisch und fröhlich.

InfoAusstellung bis 20.10., geöffnet Mi. bis Fr. zwischen 14 und 17 Uhr und Sonntag nachmittags. Führung und Künstlergespräch mit Peter Angermann am 6.10., 15 Uhr.

siem

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