Mittwoch, 23.10.2019

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Verpuffung im Dekanatsjugendhaus Grafenbuch simuliert

Rund 100 Feuerwehrleute und Ersthelfer trafen sich zur ersten Großübung des Jahres - 27.03.2019 10:14 Uhr

Das Szenario der Großübung in Grafenbuch: Im Haus der evangelischen Dekanatsjugend ist ein Feuer ausgebrochen. Jugendliche mimten die Opfer, von denen einige im dunklen Wald herumirrten. © Foto: Jutta Riedel


Unter den Übenden waren auch Helfer der First Responder Lauterhofen, zehn Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Lauterhofen und Brunn sowie Notfallseelsorger aus dem Landkreis Neumarkt und von der Psycho-sozialen Notfallversorgung Hersbruck.

Ausgearbeitet hatten die mehr als zweistündige Übung die Kommandanten Christian Baumgärtner (Feuerwehr Deinschwang), der als Einsatzleiter fungierte, und Hans Kiefl aus Gebertshofen.

Katastrophe im Keller

Im Zentrum der Übung stand das Evangelische Dekanatsjugendhaus in Grafenbuch. Jährlich beherbergt es rund 5000 Gäste. Im Übungsszenario wurde angenommen, dass Jugendliche im Keller des Gebäudes Karbidlampen auffüllen wollten: Weil sie das korrekte Mischungsverhältnis nicht beachteten, sei es zu einer Verpuffung gekommen.

Die Jugendlichen drohten, im Gebäude zu ersticken und in den Flammen umzukommen. Sie hatten noch die Feuerwehr verständigt, ein Teil war in den umgebenden Wald geflüchtet, wodurch eine Suchaktion ausgelöst wurde.

40 Jugendliche spielten mit

De facto war das Jugendhaus zum Übungszeitpunkt mit 40 Jugendlichen belegt, die realistisch die Betroffenen des Unglücks darstellten und von den Notfallseelsorgern betreut wurden. In die Übung eingebunden war zusätzlich die Unterstützungsgruppe "Örtliche Einsatzleitung" des Landkreises Neumarkt mit ihrem neuen Abrollbehälter.

Die Ortswehr Deinschwang zeichnete sich verantwortlich für die Löschwasserversorgung und beteiligte sich an der Versorgung der zum Glück nur simulierten Verletzten. Sie betreuten auch die Personen im aufgestellten Not-Zelt.

Eine äußerst lehrreiche Übung, lautete das Fazit der Beteiligten beim Abschlussgespräch. Was konkret verbessert werden kann, werden die Kommandanten mit Kreisbrandinspektor Peter Häberl und Kreisbrandmeister Joachim Klein im Nachgang noch analysieren.

JUTTA RIEDEL

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