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Dienstag, 22.10.2019

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Umgehung Rohr kommt schon in drei Jahren

Nach Ministerbesuch und dem Plazet des Straßenbauamts sehen die Rohrer Land und wollen hartnäckig am Ball bleiben. - 04.09.2019 07:38 Uhr

So beschaulich wie hier auf dem Bild geht es in Rohr leider nicht oft zu. 4000 Fahrzeuge passieren hier an Werktagen oft, wobei der Lärm den Anwohnern massiv zu schaffen macht. Bei einer Ortsbegehung mit Minister Reichhart und Zuständigen des Straßenbauamtes keimte für die Rohrer so etwas wie Hoffnung auf. © Foto: Anne Schöll


 

Bei der Stadt und Bürgermeister Alexander Dorr sowie bei Landrat Willibald Gailler im Landratsamt in Neumarkt hatten sie bereits einen Gesprächs- und Informationstermin. Als am Wochenende der zuständige Minister aus München, Hans Reichhart, zur Jungen Union kam, baten ihn Bürgermeister Alexander Dorr und Landrat Willibald Gailler zum Ortstermin nach Rohr.

Zuvor hatte sich Reichhart zusammen mit Ministerpräsident Markus Söder ins Goldene Buch der Stadt Freystadt eingetragen. Auch etliche Rohrer Bürger waren zum Treffen am Ortsrand gekommen, sowie Norbert Biller und Josef Gilch vom Straßenbauamt Regensburg.

Der passende Rahmen für diesen Ortstermin war der donnernde Verkehr, der im Sekundentakt auf der Staatsstraße durch den Ort rast, so dass man kaum sein eigenes Wort verstehen konnte.

Xaver Großhauser meinte, er sei seit 30 Jahren im Stadtrat und fast so lang besteht das Thema "Ortsumgehung Rohr". Seit etwa 15 Jahren werde das Projekt intensiv verfolgt. "In letzter Zeit haben wir das Gefühl, die Angelegenheit ist ins Stocken geraten". Die Dorfgemeinschaft sucht deshalb Gespräche mit Stadt und Landrat, weil die Anwohner den Bau der Umgehung möglichst sofort haben möchten.

Die Durchgangsstraße sei in einem extrem schlechten Zustand, was den Lärmpegel noch erhöht bei rund 4000 Fahrzeugen werktags. Die Rohrer meinen, es wäre "hinausgeworfenes Geld", die Durchgangsstraße zu sanieren, bevor die Umgehung da ist. Sinnvoll sei es, die Umgehung schnell zu bauen und dann die Durchgangsstraße als Ortsstraße herzurichten.

Der Minister Reichhart bestätigte vor Ort, die Umgehung sei eine Notwendigkeit. Biller und Gilch teilten mit, dass die Pläne in der Abteilung für haushaltsrechtliche Prüfungen lägen. Dort habe man versprochen, in den nächsten Wochen die haushaltsrechtliche Genehmigung zu erteilen. "Liegt diese vor, werden wir den Grunderwerb angehen", versprach der Bürgermeister.

Zu diesem Zeitpunkt soll auch das Planfeststellungsverfahren mit Auslegung der Pläne und Beteiligung der Fachstellen in der Öffentlichkeit erfolgen.

Xaver Großhauser sagte, von Rohrer Seite werde man regelmäßig nachfragen nach dem Sachstand. Die Vertreter des Straßenbauamtes versprachen dazu, dass sie halbjährlich über die Umgehungsplanungen informieren wollen. Wichtigste Info desTreffens: Drei bis fünf Jahre für den Bau der Umgehung sind realistisch.

ANNE SCHÖLL

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