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Donnerstag, 13.08.2020

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Sengenthals Kita wegen Corona geschlossen

In der Sternschnuppe wurden ein Kind und ein Mitglied des Betreuungs-Teams positiv getestet - 28.06.2020 16:08 Uhr

In der Kita Sternschnuppe hatte gerade nach und nach wieder der Betrieb begonnen. Jetzt ist blieben die Türen wieder für mindestens 14 tage geschlossen, nachdem ein Kind und eine Angestellte mit dem Corona-Virus infiziert sind.

© Foto: Nicolas Damm


  "Es ist unwahrscheinlich, doch wir können nicht ausschließen, dass noch jemand betroffen ist", sagt Bürgermeister Werner Brandenburger. Die Familien aller Kita-Kinder befinden sich in den kommenden 14 tagen zwar nicht in Quarantäne, aber sie sollen so wenig Kontakte wie möglich haben. Deren Eltern dürfen zwar zum Einkaufen gehen und auch zur Arbeit. Falls jemand aus der Familie corona-typische Symptome zeigt wie etwa Fieber, Verlust des Geschmacksempfindens oder trockener Husten muss er beim Gesundheitsamt Meldung machen und wird gestestet.

Seit Freitag vor zehn Tagen war ein Kind zuhause geblieben, weil seine Eltern positiv getestet waren. Am Mittwoch wurde bekannt, dass auch das Kind den Virus in sich trägt. Daraufhin wurde die Gruppe des Kindes geschlossen, seit diesem Freitag ist die komplette Kita Sternschnuppe mit drei Kindergarten- und einer Krippengruppe dicht.

Zahlreiche Tests

Mittlerweile wurden die Kinder aus der betroffenen Gruppe, deren Familien und das Personal der Sternschnuppe getestet, das mit dem Kind in Kontakt war. Dabei stellte sich heraus, dass auch ein angestelltes Mitglied des Betreuungs-Teams corona-positiv ist.

Auch die Handvoll Geschwisterkinder aus der ersten betroffenen Kita-Gruppe ist vom Unterricht an der Grundschule Sengenthal befreit. Darüber hinaus wartet man ab. "Wenn wir sämtliche Geschwisterkinder aus dem Unterricht nehmen, können wird die Schule zusperren."

 

 

Sengenthal sei kein Hot-Spot, so der Bürgermeister: "Alle Maßnahmen sollen verhindern, dass wir einer werden." Ihn sorgt eine gewisse Leichtfertigkeit im Umgang mit der Pandemie. Nicht nur an den Stränden von Nord- und Ostsee drängten sich die Menschen dicht an dicht – auch am Böglweiher werde gefeiert als sei nichts geschehen. Das sie sehr unvernünftig. "Hoffentlich holt uns die Corona-Pandemie nicht wieder ein."

Häme in sozialen Netzwerken

Und noch etwas treibt Brandenburger um, das insbesondere in sozialen Netzwerken mit den Finger auf Betroffene gezeigt werde und Gerüchte verbreitet. "Niemand trägt eine Schuld daran , wenn er erkrankt."

Im Landkreis Neumarkt hatte es mehrere Wochen keine bestätigten Neuinfektionen gegeben. Am 19. Juni wurde erstmals seit dem 29. Mai eine neue Corona-Infektion gemeldet. Derzeit sind neun Landkreisbewohner mit dem Virus infiziert.

 

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NEUMARKT. VON HAUKE HÖPCKE

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