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Sonntag, 19.05.2019

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Schelmische Gstanzln auf die Bühne gebracht

Kastler Recht: Roum Boum zogen singend durch die Wirtshäuser - 10.01.2019 12:00 Uhr

Die drei Kastler Roum Boum Sebastian, Dominik und Tom (v.li.) haben das Leben in und um Kastl in Gestanzl-Form besungen. © Foto: Josef Piehler


Begonnen hatten Tom, Dominik und Sebastian bereits im Seniorenheim, wo sie nach einer kräftigen Stärkung den Heimbewohnern und dem Personal große Freude mit ihrem Auftritt bereiteten. Man nahm aber nicht nur das lokale Geschehen auf die Schippe, sondern auch die Kastler Umgebung bekam ihr Fett ab.

Begrüßt wurden die Besucher mit den Worten: "Grüß Gott und Habardere – mir spieln für euch auf, as Kastler Recht is heut – Da haun ma oan drauf." Danach ging es los mit dem neuen Feuerwehrzentrum: "As Feuerwehrhäusl ist fertig gestellt wordn - des schaut voll gut aus - von hint und von vorn. Und die Kameraden sann auf einmal mehr wordn - I glaub - die wolln alle blos des Feuerwehrauto fohrn. Blos oaner von den Kameraden braucht noch an extra Lehrgang - damit er beim nächsten Einsatz - a des Lösch-Wasser aufdrehn kann."

Auch der neue Hausarzt bekam eine Strophe angedichtet: "An Nachfolger für die Praxis vom Schierl - den homma jetz a - Da wern ma a mal schaua – ob der a was ka. Des Wartezimmer is jedenfalls voll besetzt – obwohl mache drin hocken - die san zwar neugierig - aber net krank oder verletzt."

Wenigstens das Handynetz

Auch die digitale Datenübertragung wurde gewürdigt: "Glasfaser brauch ma, damits mit dem schnellen Internet was wird; andere in der Gemeinde wärn scho froh - wenn wenigstens des Handynetz funktioniert."

Dass direkt nach dem Ortsschild schon seit längerem ein Berg ausrangierter Möbel herumliegt, fand so seinen Niederschlag: "Da hat einer scheinbar sei Häusl ausgräumt - aber wohl die Bestellung von der Sperrmüllabfuhr versäumt." Zum Christbaum: "Der letzte Christbaum vorm Rathaus - des war fast a Schand - der war nicht bloß hässlich, der war a noch schlank. Aber liebe Gemeinde des könnts doch nicht bringen - a so a hässliches Teil - muss erst a mal finden."

Dann ging es zurück in den Sommer. "Das Bürgerfest in Kastl des is so eine Gschicht – da siehst so manchen Kastler – und manchen auch nicht. Ist das Unterhaltungsprogramm nicht so ganz fein - dann gehen die Gäste schon um 10 Uhr auf d'Nacht heim. Aber liebe Kastler tut nicht so rumeiern - sonst gibt’s bald in Kastl gar nichts mehr zu feiern." Die Utzenhofener Feuerwehr rückte bei der Dorfweihnacht 2018 nicht aus, auch das haben die Roum Boum gehört und bedichtet.

Kurzer Festzug

Auch der Kastler Bürgerfestzug stand in der gedichteten Kritik: "A ziemlich kurzer Festzug stand im Bürgerfestplan - wahrscheinlich weil der Kastler Gemeinderat schlapp macht und nimmer kann - Ja lieber Gemeinderat, jetz hörts amal zu - damit der Festzug länger wird - muss man halt was tun."

Grenzüberschreitende Freundschaft wurde besungen: "Die Integration is in der Kastler Gemeinde echt top, da hamm doch einige aus dem Utzenhofner Dool in der Gemeinde drin an Job. Ob Bürgermeister, Klärwärter oder in der Kämmerei - da is so ziemlich für jeden was dabei."

Zum Schluss sangen sie: "Mir müssen jetz leider wieder weiter ziehn - damit ma unser Hütl heut noch voll kriegn." Den Leuten in den Wirtshäusern hat es gefallen, den musikalischen Spiegel vorgehalten zu bekommen beim Kastler Recht, die Musikanten wurden in flüssiger Form und mit einer Gabe ins Körberl oder Hütl entlohnt. Und die Gäste sind bereits jetzt gespannt, was den schönsten Kastler Buben, den Roum Boum, bei ihren nächsten Auftritten so alles einfällt. 

JOSEF PIEHLER

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