25°

Montag, 22.07.2019

|

Sahniger Dreier mit Bürgermeister Wolf

Pilsach: Beim Starkbierfest derbleckten die "Zwoa af da Benk" — Große Premiere für SWS-Fanclub - 25.03.2019 10:12 Uhr

Auch Bürgermeister Adolf Wolf musste beim Starkbierfest der Pilsacher Feuerwehr gute Miene zum bösen Spiel machen. A la „Fifty Shades of Grey“ gab es zuerst Sprühsahne und dann ging es nach Pilsacher Art in die Bar. © Foto: Maria Krauß


Den traditionellen Bieranstich konnten etliche Festbesucher kaum erwarten. © Foto: Maria Krauß


Das Feuerwehrhaus in Pilsach war gut gefüllt, die Veranstaltung hat Jung und Alt zusammen gebracht, viele davon in Tracht und allesamt mit mächtig Durst aufs beliebte Bockbier. Daher warteten auch nicht alle, bis Bürgermeister Adolf Wolf zum traditionellen Bieranstich antrat und gewohnt routiniert mit nur vier Schlägen verkündete: "Ozapft is".

Der erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Pilsach, Thomas Mikulasch, begrüßte die Gäste im Feuerwehrhaus. Bei einer Aufführung "va da junga Feierwehr", zeigten Johannes Atzmannsdorfer, Bastian Bogner und Andreas Nutz ein alteingesessenes, bayerisches Ehepaar bei der Ehe- beziehungsweise Scheidungsberatung. "Wo sitzt denn das Problem?", fragte Therapeut Bogner, und als Antwort zeigten die Ehepartner jeweils auf den oder die Angetrauten. Ob miteinander reden, in Erinnerungen schwelgen, Geheimnisse, gemeinsame Unternehmungen – jeder Ansatz des Therapeuten schien zu verpuffen, ganz nach dem Motto "keine Ehe, keine Probleme". Während der Therapie-Sitzung gab es bereits schöne Spitzen in Richtung lokaler Persönlichkeiten und lustige Geschichten aus dem vergangenem Jahr.

Am Ende wurde die Therapiestunde unterbrochen, da es Zeit für "Bubu" war, denn der Liebesakt schien der einzige Teil der Ehe zu sein, der noch intakt war. Als Ehefrau Jacqueline jedoch durch den Saal ging und Bürgermeister Adolf Wolf erblickte, wurde dieser spontan ins Liebesspiel mit eingebaut. Ihm wurde eine Maske a la "Fifty Shades of Grey" verpasst, die Sprühsahne wurde ausgepackt und schließlich endete die Geschichte wie üblich in der Bar.

Überrascht wurde auch die beliebte Lokal-Band "Schei Wampad Schlampad" um Richard Atzmannsdorfer, als sich während ihrer musikalischen Darbietung auf einmal mehr als ein Dutzend Menschen in roten Shirts plötzlich vor der Bühne platzierten. Als diese sich schließlich umdrehten, offenbarte der offizielle erste Büsara SWS-Fanclub seine Unterstützung für die Band. In der Zwischenzeit verteilten die Pilsacher Festdamen, die fleißig Werbung für das Vereinsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr vom 23. bis 25. Juli 2021 machten, selbstgemachten Begrüßungsschnaps an die vielen Gäste, bis "die Zwoa af da Benk" zum Mikro traten. Nach dem Motto "host'as g'hert" gaben Musikant Richard Atzmannsdorfer und Matthias Götz auch einige Geschichten aus dem vergangenem Jahr zum Besten. Doch beide beschwerten sich, dass es "fast nix gem hätt’ und nix passiert" sei. Also wurden auch deftige Erlebnisse aus der Nachbarschaft eingebaut.

Ein Thema von vor Ort: Die Straßenausbaubeiträge der Gemeinde Pilsach, die schließlich Geld brauche. Doch mit der Abschaffung des Gesetzes und der Neureglung würden den betroffenen Anwohnern zumindest 30 Prozent der Kosten erspart bleiben. Durch die Umwandlung in eine Anliegerstraße würde der Satz allerdings wieder ansteigen. "Bevor Büsa schlägt den Sparkurs ein, darfs für uns noch eine große Maß sein", forderten die zwei. Allerdings hütete sich Richard Atzmannsdorfer davor, etwas über den Bürgermeister Adolf Wolf direkt zu sagen, da dieser ja jetzt schließlich im Fanclub sei. Damit hätte er nie gerechnet, und die Gründung des FCs habe ihn zum ersten Mal seit langem wirklich sprachlos gemacht.

Pilsach bekam Fett ab

Natürlich musste auch die Gemeinde Pilsach wieder einiges aushalten, so wurde zum Beispiel betont, wie lange der Nachwuchs von Pilsach auf die Schaukel hatte warten müssen, und das es sogar gemeinsame Ausflüge nach beispielsweise Hausheim gegeben habe, da dieser Ort wenigstens einen richtigen Spielplatz habe. "Willst du in der Gemeinde Pilsach leben, musst du dich mit wenig zufrieden geben."

Nach dem "offiziellen Programm" wurde noch lange und ausgiebig weitergefeiert und "Schei Wampad Schlampad" lieferten, angefeuert von ihrem Fanclub und den restlichen Besuchern aus dem Feuerwehrhaus, Hits zum Mitsingen und Tanzen. 

MARIA KRAUSS

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pilsach