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Freitag, 19.07.2019

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Prächtiger Festzug zum Jubiläum in Forchheim

Die Freiwillige Feuerwehr Forchheim feierte drei Tage lang ihr 150-jähriges Bestehen. - 04.06.2019 11:03 Uhr

Maria aus Freihausen erkämpfte sich den Titel „Miss Feuerwehr“, hier eingerahmt von Kommandant Josef Götz (li.) und dem Vorsitzenden Stefan Heindl. © Foto: Anne Schöll


Bereits am Freitag zum Auftakt formierte sich ein langer Zug, der den Patenverein Thannhausen, die Festdamen und den Festausschuss, der vor 25 Jahren den Festvorgänger organisiert hatte, abholte. Zuvor sammelten sich die große Gruppe der Jubelwehr samt Festdamen unter der Leitung des Vorsitzenden Stefan Heindl und des Kommandanten Josef Götz, die Dorfvereine, Ehrengäste und weitere Festteilnehmer beim Standkonzert der Blaskapelle Thannhausen unter der Leitung von Anton Schneider. Nach dem gemeinsamen Marsch durch das Dorf wartete der Anstich im Festzelt auf dem Gelände des FC Forchheim durch Staatsminister Albert Füracker, die Ehrengäste und Feuerwehrführung sowie Festbrauer Michael Glossner.

Füracker gratulierte in seinem Grußwort der Jubelwehr, hob die hohe Bereitschaft der Freiwilligen im Ernstfall hervor, die ein unbezahlbares Gut seien. Mitgebracht hatte er ein weißes Fahnenband mit silberner Inschrift "Heimat Bayern", das er an die Forchheimer Feuerwehrfahne heftete.

In wunderschönen blauen langen Kleidern mit Blumensträußen stolzierten die Festdamen durch den Ort Forchheim. © Foto: Anne Schöll


Von einem reichhaltigen, gesellschaftlichen Leben in Forchheim, wo nicht darauf gewartet wird, bis der Staat was organisiert, sprach Landrat Willibald Gailler. "Ihr organisiert eure Feste selber." Es sei schon was Besonderes, wenn eine Jubelwehr drei Schirmherren (Füracker, Gailler und Bürgermeister Alexander Dorr) benennt. "In Forchheim wird nichts dem Zufall überlassen", feixte er.

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"In 150 Jahren hat sich vieles verändert. Das Spektrum für die Feuerwehr hat sich vom Brandschutz hin zu technischer Hilfeleistung gewandelt", stellte Bürgermeister Dorr fest. Inzwischen seien nicht nur mehr Männer als Helfer unterwegs, sondern auch Frauen dabei. Er sicherte zu, dass Forchheim von der Stadt mit einem neuen MLF (Mittleres Löschfahrzeug) ausgestattet wird. Vorab jedoch müsse man das Problem "Feuerwehrhaus" lösen, was nach dem Fest in Angriff genommen werden soll.

Beim Spiel ohne Grenzen, hier das Spiel Wasserträger, kam vor allem die Jugend auf ihre Kosten. © Foto: Anne Schöll


Nicht nur Besucher aus der Region waren anwesend. Vor einigen Jahren hatte Kommandant Josef Götz beim Skifahren Feuerwehrleute aus Rheinheim in Hessen kennengelernt, die nun mit einer größeren Delegation in die Oberpfalz gekommen waren und als Präsent eine hessische Spezialität, Applwoi samt Bembel, überreicht haben. Weitere Gäste kamen aus Meiserich im Saarland. Die Feuerwehrkameraden haben sich für ihren Vereinsausflug das Altmühltal und das Forchheimer Fest als Ziel ausgesucht und feierten kräftig mit.

Ganz Forchheim war bei dem prächtigen Festzug auf den Beinen, für die Kinder gab es eine Hüpfburg. © Foto: Anne Schöll


Dann übernahmen die Musiker von "D’Rebelln" die Bühne. In den Musikpausen war die Wahl zur Miss Feuerwehr recht unterhaltsam, als die acht Kandidatinnen aus verschiedenen Wehren aus dem Landkreis unter den gestrengen Augen der Schiedsrichter Tests wie einen richtigen Feuerwehrknoten binden oder Maßkrug stemmen absolvieren mussten. Die Schärpe samt Ernennung zur Miss Feuerwehr holte sich schließlich Maria aus Freihausen vor Maria aus Michelbach und Leonie aus Wappersdorf.

Tags darauf lockte die Ausstellung von Feuerwehrfahrzeugen und das Spiel ohne Grenzen der Feuerwehrmädels die Schaulustigen auf den Festplatz, abends dann die "Gipfelstürmer" das feiernde Volk. Als Zuckerl gaben die Forchheimer Festdamen eine tolle Showeinlage zum Besten.

Höhepunkt der Jubiläumsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Forchheim war natürlich der Festzug, an dem knapp 90 Vereine teilnahmen, darunter zahlreiche Stadtkapellen. © Foto: Anne Schöll


In aller Herrgottsfrühe wurde Forchheim am Sonntag mit dem Weckruf der Stadtkapelle Freystadt aus den Federn geholt. Ziemlich schnell hatten sich der Patenverein und die Festdamen eingefunden und stärkten sich mit den anderen beim Weißwurstfrühstück. Wieder sammelte man sich zum Festzug, nicht ohne jedoch vorher bei der Pfarrkirche der Toten Feuerwehrkameraden zu gedenken. Im Verlauf des Festgottesdienstes mit Franziskanerpater Sales, der die Pfarrei betreut, und mit der musikalischen Umrahmung durch die Stadtkapelle wurden die restaurierte Fahne der Wehr gesegnet und Fahnenbänder an die Jubelwehr und den Patenverein überreicht.

Nachmittags war natürlich der Festzug der Höhepunkt mit knapp 90 Vereinen unter musikalischer Begleitung durch die Stadtkapellen Freystadt und Berching sowie die Blaskapellen aus Thannhausen, Jahrsdorf, Obermässing, Pavelsbach und Meckenhausen. Nach einem prächtigen Fahneneinzug ins Festzelt ging die Post ab mit der Band "Öha".

  

ANNE SCHÖLL

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