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One & One: Die Rückkehr zweier Musik-Legenden

Reinhard Lang und Willi Spies wollen es noch einmal wissen - Party beim Knör - 21.04.2019 09:02 Uhr

Nach über 30 Jahren musikalisch wieder vereint: Bis 1988 spielten Reinhard Lang (re.) und Willi Spies in der Neumarkter Unterhaltungsband „Champane“, nach Spies’ Ausstieg machte Lang alleine weiter.


Kein Tanzboden, kaum ein Fest in der Region Neumarkt kam in den Achtzigern ohne "Champane" aus. Eine typische Unterhaltungsband mit Tanz-Schwerpunkt, von den beiden Gitarristen Reinhard Lang und Willi Spies am Rande des WM-Eröffnungsspiels gegründet.

Auch aus Frust, wie Willi Spies in der Rückschau lakonisch bemerkt. Beide hatten mehr oder weniger gute Erfahrungen in anderen Bands gemacht.

Das "Champane"-Projekt kam damals auf Anhieb gut an, wurde gerne eingeladen, wenn es um Gute-Laune-Musik ging. Aus beruflichen Gründen verabschiedete sich Willi Spies 1988 von der Gruppe, Reinhard "Reini" Lang machte ein rundes Vierteljahrhundert alleine als Bandleader und Frontmann von "Champane" weiter und hatte in diesen Jahren Gastsängerinnen wie Kathrin Kohlmann, Sonja Spangler, Miriam Heck oder Marianne Spies dabei. Vor einigen Jahren übergab er den Stab des "Champane"-Chefs an Franz Brendel.

Als sich Spies und Lang nach fast drei Jahrzehnten zufällig in einem Baumarkt wiedertrafen, merkten sie beim Austausch über vergangene Zeiten schnell, was ihnen fehlte: das gemeinsame Musikmachen.

Dass beide "im richtigen Leben" inzwischen Rentner sind, beförderte den bald geschmiedeten Plan, wieder gemeinsam auf die Bühne zu gehen und miteinander Musik zu machen. "Das war fast wie damals, 1982", sagt Reinhard Lang augenzwinkernd, während er die historische Fender-Gitarre vom Haken nimmt, die an der Wohnzimmerwand hängt.

Fender ist für Willi Spies das Signal, eine alles andere als vollständige Aufzählung seines Gitarrenbestandes zu beginnen. Wenn er in die Saiten greift, dann sind diese zwar nicht ausschließlich, aber doch ziemlich oft auf Stratocasters und Telecasters des US-amerikanischen Kultherstellers gespannt. "So eine Strat ist schon was Feines", pflichtet ihm Reinhard Lang bei.

"Keine Schlafzimmer-Disco"

Mit "One & One" wollen Lang und Spies "keine Schlafzimmer-Discomusik" spielen, sondern es krachen lassen. Deshalb stehen auf der Songliste auch nicht nur Stücke von mehr oder weniger volkstümlichen Schlagerbarden vom Schlage eines Howard Carpendale oder Wolfgang Petry – obwohl dies der Stoff ist, aus dem denkwürdige Zeltpartys auf dem Volksfest gemacht werden.

Nein, "One & One" huldigt auch sehr bewusst alten und jüngeren Ikonen der Rockmusik, von den Dire Straits bis zu den Beatles, von "Slowhand" Eric Clapton bis zum "Volksrocker" Andreas Gabalier. Ein Spagat, den man dann hinbekommt, wenn man ein Großveranstaltungs-erprobter Musikprofi ist.

Und weil das Duo sich nach "richtiger" Band anhören sollte, bringen die beiden Gitarristen und Sänger den Rest der Gruppe sauber programmiert auf Datenträger mit – Schlagzeug, Bass und Background-Chor inklusive. Guter Sound ist dabei sehr wichtig. Abgerundet wird das auf gute Unterhaltung, mitsingbare Nummern und Tanzbarkeit abhebende Konzept von einer ausgeklügelten Lightshow.

Im November des vergangenen Jahres hat sich "One & One" offiziell gegründet, erste Testauftritte bei privaten Feiern verliefen vielversprechend. Offizielle Premiere hat das Projekt am Dienstag, 30. April bei der "Schlager- und Oldies-Dance-Party", einem ganz speziellen "Tanz in den Mai", zu dem der Hotel-Gasthof Knör am Platzl in Berg in seinen Festsaal einlädt. Nicht verpassen! 

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