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Donnerstag, 20.06.2019

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Neumarkter CSU mit EU-Wahl zufrieden: "Es geht aufwärts"

Finanzminister Albert Füracker und seine Parteikollegen sind mit dem CSU-Ergebnis bei der Europawahl sehr zufrieden. - 26.05.2019 22:02 Uhr

Eine kleine Runde von CSUlern um den Seubersdorfer EU-Kandidaten Stefan Schmid (li.) verfolgte den Wahlabend im Neumarkter Johanneszentrum. Die Mienen waren entspannt, schnitten die Christsozialen in Bayern und Neumarkt doch ganz passabel ab. © Foto: Stefan Hippel


Die CSU habe sich bei der Europawahl ganz gut geschlagen, sagte er. Und rief noch einmal in Erinnerung, was Trendforscher vor der Wahl alles so verbreitet hatten: "Das sieht jetzt ganz anders aus", sagte der Bezirksvorsitzende der CSU Oberpfalz mit Wohnsitz in Degerndorf gestern Abend hörbar entspannt. Wegen der hohen Wahlbeteiligung – 61 Prozent im Bund, 63 Prozent im Landkreis Neumarkt – werde die CSU wohl ein bis zwei Mandate in Brüssel mehr erhalten. Was ihm auch wichtig war: Die bayerische Unionsschwester habe sich deutlich vom Bundestrend und damit der CDU abkoppeln können; gemeinsam reichte es im Bund nur noch für 28 Prozent, während die CSU in Bayern 40 Prozent holte.

Magische Hürde genommen

Was ihm ebenfalls gut gefiel: Im Landkreis Neumarkt landete die CSU wieder über 50 Prozent. Das war ihm bei der Landtagswahl zwar mit seinem Erststimmen-Ergebnis gelungen, was ihn auch zum bayerischen Stimmenkönig machte. Aber bei den Zweitstimmen lagen die Christsozialen knapp unter der magischen Marke. Das ist nun anders: Mit 50,52 Prozent war die Hürde wieder genommen.

Auch der Oberpfälzer CSU-Kandidat Christian Doleschal spricht von einem guten Ergebnis für seine Partei. "Wir haben den Turnaround geschafft und uns stabilisert." Der 31-jährige aus Brand hatte den guten fünften Listenplatz des scheidenden Neumarkter Europaabgeordneten Albert Deß "geerbt" und darf sich deshalb über den Einzug ins EU-Parlament freuen. Glücklich macht ihn vor allem die hohe Wahlbeteiligung: "Das ist irre!" Und mit dem Neumarkter Ergebnis sei er "hoch zufrieden".

Eine "Klimawahl"

Stefan Schmid (25), CSU-Kandidat aus Seubersdorf, der den Wahlabend mit seinen Parteifreunden im Johanneszentrum verfolgte, hatte mit Listenplatz 27 dagegen keine Chance. Er ist trotzdem zufrieden. "Es geht langsam aufwärts, wir müssen dranbleiben", bescheinigt er seiner Partei. Angesichts des großen Wahlerfolgs der Grünen spricht er von einer "Klimawahl": "Das sind die Zukunftsthemen, da müssen wir uns Gedanken machen." 

ca/wof

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