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Kartojev-Brüder trumpfen auf

In der Oberliga Nord haben sich die Ringer des SC Oberölsbach mit einem 22:7 gegen Hof den ersten Saisonsieg redlich verdient. - 17.09.2019 10:14 Uhr

Magomed Kartojev (unten) machte dem Hofer Luca Bauer mit einem schönen Wurf und wiederholten Durchdrehern schnell den Garaus. © Foto: Fritz-Wolfgang Etzold


Nachdem die Ölsbacher Schülerstaffel schon mit einem 36:26 gegen Hof vorlegte, setzte die zweite Männerstaffel in der Landesliga Nord mit einem 51:4-Kantersieg gegen die Oberfranken noch einen drauf. Von den Anfeuerungsrufen des Ölsbacher Fanblocks gepusht, triumphierte dann auch noch die Oberligastaffel klar mit 22:7 über die Saalestädter.

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Ringen: SC Oberölsbach - ASV Hof

Die Ringer des SC Oberölsbach (rot) schlagen den ASV Hof mit 22:7.


57 kg, Freistil: Ohne eine Miene zu verziehen punktete sich Bashir Kartojev gegen Raphael Mölinger zum technischen Überlegenheitssieg. Neben einem Bilderbuch-Ausheber sorgten auch noch zahlreiche Durchdreher für den 16:0-Abbruchsieg innerhalb der ersten Minute.

130 kg, griechisch-römisch (GR): Geschickt punktete sich auch Etienne Wyrich gegen den 25 Pfund schwereren Hofer Lukas Fleischer zum Sieg. Mehrfach gelang es ihm, an die Hüfte des Gegners abzutauchen und das Schwergewicht dadurch in die Bodenlage zu bringen. Am Ende reichte es zum 8:1-Punktsieg.

61 kg, GR: Ähnlich souverän wie zuvor sein Bruder trumpfte auch Magomed Kartojev gegen Luca Bauer auf. Nach einem schönen Wurf und wiederholten Durchdrehern stand es nach knapp zwei Minuten schon 15:0 für den SCO-Mann.

Rote Karte nach Tätlichkeit

98 kg, Freistil: Schwerer als erwartet tat sich Ölsbachs Patrik Fanderl gegen Fabian Roderer. Die beiden Routiniers lauerten sich gegenseitig ab und schenkten sich nichts; allerdings hatte der Oberfranke doch den etwas längeren Atem, was ihm den einen Takedown mehr bescherte. Obwohl Fanderl zuletzt punktete, konnte er die 5:7-Punktniederlage nicht mehr vermeiden.

Das neue SCO-Schwergewicht Etienne Wyrich (links) punktete sich gegen den 25 Pfund schwereren Lukas Fleischer zum 8:1-Sieg. © Foto: Fritz-Wolfgang Etzold


66 kg, Freistil: Ein jähes Ende nahm der Fight zwischen Ölsbachs Martin Kölbl und dem Hofer Süleyman Yildirim. Beide kämpften erbittert auf Augenhöhe. Nachdem Kölbl mit einem schönen Kopfzug aber kurzzeitig in Führung ging, setzte es beim Oberfranken aus. Der jederzeit souveräne Kampfrichter Johannes Scheffler vom TSV Sankt Wolfgang konnte dem Gästeringer wegen dessen Tätlichkeit nur noch die rote Karte zeigen.

86 kg, GR: Im ungeliebten klassischen Stil hatte Matthias Stich dem Hofer Trainer Maximilian Fleischer nicht viel entgegenzusetzen. Zwar versuchte Stich mit allen Kräften, das Schlimmste zu vermeiden, allerdings konnte er die technische Überlegenheit des Saalestädter Ringers nur bis zum Ende der vierten Minute hinauszögern.

71 kg, GR: Auch kein so rechtes Mittel gegen seinen Kontrahenten fand Daniel Sittel. Der Hofer Orlando Gutmann zeigte zwar selbst keine größeren Aktionen, wusste es aber gekonnt, den Ölsbacher passiver aussehen zu lassen und so Punkte zu sammeln. Am Ende stand es 0:6 für den Gästeringer.

80 kg, Freistil: Mit dem letztjährigen Deutschen Vizemeister Max Osterhoff hatte Thomas Kleesattel einen echten Brocken vorgesetzt bekommen. Der Hofer stellte sein Können auch von Beginn an unter Beweis und kam mit 4:0 Punkten in Führung, ehe er in der zweiten Runde erste Schwächen erkennen ließ. Abgebrüht nutzte Kleesattel dann auch seine Chance im Kampf um den Mattenrand und holte sich mit einem klasse Wurf in letzter Sekunde nicht nur den Ausgleich, sondern auch noch den Punktsieg mit der höheren Wertung.

75 kg A, Freistil: Oberölsbachs Majid Dadashi hatte mit dem jungen Hofer Manuel Albert einen engagierten Gegner, der ihn jedoch nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte. Mit schnellen Beinangriffen und Wertungen in der Bodenlage sicherte sich der SCO-Neuzugang einen souveränen 12:2-Punktsieg.

Bis zum 16:0 gedreht

75 kg B, GR: Istvan Nemeth stellte gegen Muhammed Ali Bayramoglu eindrucksvoll sein Können unter Beweis. Erst einmal in der Unterlage, ließ der den Hofer nicht mehr entrinnen und drehte diesen bis zum 16:0-Überlegenheitssieg.

Nach dem fulminanten Sieg rangiert der SCO mit einem ausgeglichenen Punktestand vorerst auf dem vierten Tabellenplatz. Kommenden Samstag müssen die Schwarzachtaler, wiederum mit allen drei Teams, beim Tabellenführer SV Johannis Nürnberg auf die Matte.

prem

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