Dienstag, 19.11.2019

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Integrationspreis geht nach Neumarkt

Mittelschule West, WGG, OG und das G6 kamen mit ihrem Projekt beim Wettbewerb der Regierung der Oberpfalz auf den dritten Platz. - 21.10.2019 09:57 Uhr

Innenminister Herrmann (3.v.r.), Regierungspräsident Bartelt (2.v.l.), OB Thumann (4.v.r.) und stellvertretender Landrat Himmler (4.v.l.) mit den Vertretern der Mittelschule West, des Willibald-Gluck-Gymnasiums, des Ostendorfer Gymnasiums und des G6 Haus für Jugend, Kultur und Bildung. © Foto: Regierung der Oberpfalz/Saskia Stühlinger


Mit Stadtrat Rainer Hortolani, dem Integrationsbeauftragten der Stadt, und dem stellvertretenden Landrat Helmut Himmler war Neumarkts OB Thomas Thumann in Regensburg bei der Preisverleihung dabei und gratulierte den Vertretern der Schulen und des G6 zu dieser Auszeichnung. "Damit wird eine vorbildliche Initiative gewürdigt, bei der Mitmenschlichkeit, der Integrationsgedanke und das soziale Miteinander gleichermaßen ersichtlich werden."

Verliehen wurde die Auszeichnung vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und vom Regierungspräsidenten Axel Bartelt. Das Neumarkter Projekt geht zurück auf das Jahr 2015, als viele Geflüchtete nach Deutschland und in die Oberpfalz kamen. "Gerade wir in Neumarkt haben durch die Bereitstellung der ehemaligen Delphi-Halle an der Eggenstraße als Ersatz-Aufnahmelager die Regierung bei der Flüchtlingskrise unterstützt", so Thumann.

Durch die hohe Zahl an Flüchtlingen, darunter viele Kinder und Jugendliche, entstanden auch für die Schulen neue Herausforderungen.

Schüler helfen Schülern

2017 haben Gymnasiasten und Schüler der Übergangsklassen mit Unterstützung des G6 das Projekt "Schüler helfen Schülern" gegründet. Dabei geben sie einmal pro Woche den Flüchtlingen Nachhilfe. Das sei gleichzeitig auch eine gute Möglichkeit für die Flüchtlinge, deutsch zu lernen - verbunden mit Spaß. Mittlerweile haben sich dem Projekt weitere Gymnasiasten angeschlossen.

Der erste Preis, dotiert mit 1500 Euro, ging an den Bürgertreff in Amberg, als interkultureller Bildungsort und Nachbarschaftszentrum. An die Katholische Pfarrgemeinde in Neutraubling ging ein zweiter Preis, für die Zusammenführung von Menschen unterschiedlichster Nationalität, Alter und Religion. Ebenfalls ein zweiter Preis, beide dotiert mit je 1000 Euro ging an den TV Hemau 1904, der 2016 die Arbeitsgruppe "Integration von Flüchtlingen" ins Leben rief.

Die dritten Preise, dotiert mit 500 Euro, gingen an Elke Phlippeau (Burglengenfeld), an die Mittelschule West, Willibald-Gluck-Gymnasium Neumarkt, Ostendorfer Gymnasium Neumarkt, G6, sowie an die Freiwilligenagentur der Stadtverwaltung Amberg. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 5000 Euro wurde vom Bayerischen Innenministerium zur Verfügung gestellt.

"Bayern ist ein weltoffenes Land und das Land gelingender Integration. Sie zeigen mit Ihren herausragenden Initiativen eindrucksvoll, wie Integration vor Ort gelingen kann", lobte Herrmann die Teilnehmer. In Bayern gibt es, so Herrmann, viele Erfolgsgeschichten von Menschen, die im Freistaat erfolgreich eine neue Heimat gefunden haben. Den diesjährigen Gewinnern des Integrationspreises sprach Herrmann Dank und Anerkennung aus: "Sie sind diejenigen, die sich tagtäglich vor Ort für Integration einsetzen und sie mit Leben erfüllen. Das ist eine unbezahlbar wertvolle Leistung."

Regierungspräsident Bartelt betonte "Integration braucht Zeit, Empathie und das Engagement jedes Einzelnen von uns". Jeder könne seinen ganz persönlichen Teil dazu beitragen, dass Integration gelinge.

 

nn

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