Montag, 16.12.2019

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"Hühnerstall to go" bekam grünes Licht vom Bauausschuss in Freystadt

Gremium befasste sich mit überregional bekanntem Bauvorhaben — Bedarfsplan der Feuerwehr - 31.03.2019 10:30 Uhr

Einzig Stefan Großhauser wollte Näheres über die Konstellation der Hühnerställe wissen. Wie viele Hühner dürfen überhaupt und wie viel Platz brauchen die, waren seine Fragen. Es ging aber bei der Abstimmung im Stadtrat nicht um Auflagen des Tierschutzes oder der Tierhaltung sondern ausschließlich um das gemeindliche Einvernehmen.

Der stationäre Hühnerstall – durch eine Boulevardzeitung mittlerweile bundesweit berühmt – dient keiner kommerziellen Haltung, sondern nur dem Eigenbedarf. Für den mobilen Hühnerstall, sozusagen einem "Hühnerstall to go", wurden zwei Standorte im Außenbereich genehmigt. Dessen Auflagen zur Tierhaltung überprüft das Landratsamt.

Die Entscheidung über eine Bauvoranfrage aus Mörsdorf für zwei Doppelhaushälften im Baugebiet "Am Feuerwehrhaus" wurde zurückgestellt. Zu groß erschienen dem Stadtrat die Abweichungen vom Bebauungsplan. Wenig Gefallen fand auch die massive Art der Bebauung des Grundstückes. Mit Duldung des Bürgermeisters mischte sich der zukünftige Bauherr ins Geschehen ein. Er machte geltend, dass die besonderen Auflagen des Bebauungsplanes mit der damals das Grundstück überführenden Starkstromleitung zusammenhingen, die mittlerweile abgebaut sei.

Trotzdem kam es nicht zur Entscheidung. Die Räte befürchteten einen Präzedenzfall in die Aushebelung von Auflagen geltender Bebauungspläne. Angeraten erschien ein nochmaliges Zusammensetzen mit dem Bauträger wegen der massiven Bebauung. In der jetzigen Form wäre das Bauvorhaben wohl nicht mehrheitsfähig.

Einen kurzen Sachstand gab Bürgermeister Alexander Dorr zum Thema Feuerwehrbedarfsplan. Die Ausrückgemeinschaften haben sich wie folgt zusammengeschlossen: Seit 9. November Freystadt/Thannhausen, seit 26. November Mörsdorf/Michelbach, seit 4. Dezember Forchheim/Sulzkirchen/ Oberndorf, seit 18. Januar Möning/ Rohr und seit 1. März Burggriesbach/Lauterbach und Höfen.

Großberghausen ist keiner Ausrückgemeinschaft zugeordnet. Die FF Aßlschwang hat erklärt, der Ausrückgemeinschaft erst beizutreten, wenn ein Transportfahrzeug zur Verfügung gestellt wird.

Eine gemeinsame Alarmierung erfolgt während der Tagzeiten von 6 bis 18 Uhr an allen Wochentagen. Zu den anderen Zeiten wird die Alarmierungsregelung der jeweils örtlichen Wehr angewendet.

In der FF Forchheim wurden im Hinblick auf den Ankauf eines MLF zum Jahresende 2018 sieben Feuerwehrleute zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet und die erforderliche Ausrüstung und Schutzbekleidung beschafft. Im Frühjahr 2019 werden weitere sieben Aktive ausgebildet und eingekleidet. Die FF Mörsdorf hat drei Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Für die dann insgesamt elf Personen wird die Ausrüstung ebenfalls beschafft.

Zum Ankauf von mittleren Löschfahrzeugen für die FF Forchheim und FF Mörsdorf wurden seitens der Regierung der Oberpfalz zweimal 49 000 Euro in Aussicht gestellt, dem Ankauf von einem Mannschaftstransportfahrzeug für die FF Burggriesbach ein Festbetrag von 12 500 Euro.

Neubau und Glasdach

Für den MTW der FF Oberndorf gibt es keinen Zuschuss, da die erforderlichen Bedingungen nicht vorliegen. Die Oberndorfer Wehr konnte die Unterbringungsmöglichkeiten für den MTW und den TSA regeln, sodass ein Zuschuss von 7000 Euro für den TSA eingeplant werden kann.

Mit den aktiven Feuerwehrleuten aus dem Bauhof, der Verwaltung, dem Wasserwerk, der Kläranlage und der Schule werden bereits seit dem 8. November 2016 regelmäßig Feuerwehrübungen während der Arbeitszeit durchgeführt. Die beiden Kommandanten der Stützpunktfeuerwehr Freystadt übernehmen wechselweise die Ausbildung der Kameraden.

Sebastian Tischinger stellte die Vorplanungen zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Möning vor. An das Bestandsgebäude wird angebaut und daneben soll ein Neubau entstehen, verbunden mit einem helligkeitsspendenden Glasdach. "Wer soll das sauberhalten", war denn auch die erste Frage der Floriansjünger.

Der Neubau passt sich dezent und funktionell in die Situation nahe der Kirche ein und stört nicht, war die überwiegende Meinung im Gremium. Nach Fertigstellung entspricht das Feuerwehrhaus in Möning den gesetzlichen Vorgaben nach den entsprechenden DIN-Vorgaben. "Das gibt’s allerdings nicht zum Nulltarif", kündigte der Planer an. Die geschätzten Kosten liegen netto bei 300 000 Euro für die Erweiterung, das Glasdach, die Innenausstattung und den Neubau. Noch nicht eingerechnet sind die Eigenleistung der Feuerwehr und bereitstehende Fördergelder.

Stefan Großhauser erinnerte an die ungeklärte Toilettenfrage bei Beerdigungen für den angrenzenden Friedhof. "Kann die Toilettenanlage des dann erweiterten Feuerwehrhauses dafür genutzt werden?", war seine Frage. Bürgermeister Dorr nahm diesen Punkt auf, um eventuelle Möglichkeiten mit den Kameraden der Feuerwehr zu besprechen.

HELMUT STURM

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