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Sonntag, 21.07.2019

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Haarige Raupen bleiben (noch) in Franken

Im Landkreis Neumarkt fehlen für eine Massenvermehrung des Schwammspinners die großen Eichenbestände - 19.06.2019 06:00 Uhr

In den befallenen Gärten in Gunzenhausen ist kein Platz vor den Raupen sicher. © Foto: Gerhard Postler


  "Wir haben hier keine großen Eichen-Bestände", sagt Harald Gebhardt, der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der Schwammspinner ist ein Schmetterling, dessen Raupen sich von Eichenlaub ernähren. Ist es Mitte Juni warm und trocken können sie sich explosionsartig vermehren. Haben sie die Eichen kahl gefressen, machen sie sich auf die Suche nach anderem Laub in der Umgebung.

So wie nun in Gunzenhausen. Das befallene Wohngebiet grenzt an den Burgwald an, einem weiten Eichenwald. Eine ähnliche Situation gibt es bei uns nicht. Die kleinen Eichenbestände meist an Waldrändern bieten dem Schwammspinner keine ausreichende Grundlage für eine Massenvermehrung.

Bilderstrecke zum Thema

Plage in Gunzenhausen: Raupen des Schwammspinners auf dem Vormarsch

2018 hatte Gunzenhausen und vor allem der Burgstallwald zum ersten Mal mit dem Schwammspinner zu tun. Bis zu 1000 Eier legt ein Schmetterlingsweibchen. Dementsprechend viele Raupen fressen sich gerade durch den Burgstallwald, der mittlerweile nahezu kahl ist. Auch die Anwohner, das Freibad und die Seenlandklinik Lindenhof kämpfen mit der Plage.


 

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