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Dienstag, 04.08.2020

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Freystadts Graffiti-Künstler sprühen vor Ideen

Auf Wunsch der Jugend wurde die Rückseite des alten Lagerhauses freigegeben. - 03.07.2020 16:36 Uhr

Die Graffiti-Wall am ehemaligen Lagerhaus ist offiziell freigegeben. Jugendpflegerin Anja Frank (v.re) und die Jugendbeauftragten aus dem Stadtrat, Stefanie Lehmeier und Robert Schlirf ,verfolgen die Aktivitäten der Jugendlichen. © Foto: Anne Schöll


 

Diese Anregung hat Freystadts hauptamtliche Jugendpflegerin Anja Frank nun aufgegriffen und nach Absprache mit Bürgermeister Alexander Dorr den unteren Teil der Wände auf der Rückseite des ehemaligen Lagerhauses, das der Stadt gehört, freigegeben.

Beim ersten Treffen mit interessierten Mädels und Jungs gab es zunächst ein bisschen Theorie und Verhaltensregeln, bevor die Spraydosen gezückt wurden. Frank wies alle darauf hin, dass auch beim Sprayen Mundschutz getragen und der Abstand eingehalten werden muss. Außerdem betonte sie ausdrücklich, die Graffiti-Wand habe nichts mit dem Jugendtreff zu tun, sei eine freie Einrichtung, an der sich jeder, ob Jugendlicher oder Erwachsener, ausprobieren kann. Das Material, sprich die Farbdosen, muss jeder selber mitbringen.

Feste Sprühzeiten gibt es nicht, aber alle sollten darauf achten, dass abends die Nachbarn nicht gestört werden. Getränkeflaschen und alles, was man sonst so mitbringt, müssen wieder mitgenommen werden, um eine Vermüllung des Areals zu vermeiden. "Es gibt zudem Regeln, was nicht gesprayt werden darf", sagte Frank: Nazisymbole und andere menschenverachtende Bilder, sexistische und politische Parolen oder Zeichen seien absolut tabu, ebenso das Übermalen von Werken anderer, die einer vielleicht als nicht so gelungen beurteilt. Frank erklärte noch, eigentlich sei vorab ein Workshop mit einem Profisprayer geplant gewesen, was sich allerdings infolge der Corona-Beschränkungen vorerst zerschlagen habe. Wenn wieder mehr erlaubt ist, soll das nachgeholt werden.

Dann, so schwebt ihr vor, könne man ein eigenes Logo für den Jugendtreff, der in diesem Gebäude im Februar eingerichtet worden ist, entwerfen und an die Wand neben dem Eingang sprayen. Dann durften alle Interessierten loslegen. Die Jugendpflegerin hatte für diesen ersten Tag fünf Spraydosen besorgt, die die jungen Leute für ihr Erstlingswerk verwenden durften.

as

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