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Dienstag, 22.10.2019

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Freystädt bereitet Pater Bartimäus einen überwältigenden Empfang.

Neuer Aufbruch mit einem jungen Stadtpfarrer - 09.09.2019 19:19 Uhr

Pater Bartimäus mit Dekan Artur Wechsler bei der Ernennung zum Stadtpfarrer: Die Eucharistiefeier mit allen teilnehmenden Patres und Pfarrern wurde zu einer erhebenden Feier der heiligen Sakramente. © Foto: Anne Schöll


Ebenfalls mit dabei waren die aus Polen angereisten Familienangehörigen des neuen Würdenträgers, Patres vom Freystädter und Kattowitzer Franziskanerkloster sowie etliche Geistliche aus der Region. Die Blaskapelle Freystadt und der Kirchenchor Freystadt machten die festliche Musik, Dirigent Michael Lösch und Dirigentin Margit Theile hatten ein jedermann ansprechendes Programm aus der Kirchenmusik zusammengestellt.

Dekan Wechsler überreichte bei der Installation stellvertretend für den Bischof die Ernennungsurkunde und symbolische Kirchenschlüssel, nachdem Pater Bartimäus nun zuständig ist für die Verbandspfarrei Freystadt-Thannhausen-Sondersfeld-Mörsdorf und überdies die Leitung des Pfarrverbandes Freystadt innehat. Der Dekan wünschte guten Mut, tägliche Arbeitsfreude und Gottes reichen Segen.

Sinn im Glauben sehen

In seiner Predigt sagte der Dekan, dass sich "immer mehr Menschen schwertun, den Sinn des Glaubens zu erkennen". Es sei Berufung der Geistlichkeit, " die großen Taten dessen zu verkünden, der uns aus der Finsternis geholt hat". An Pater Bartimäus gewandt sagte Wechsler: "Du hast deine Berufung vernommen, hast dich bereit erklärt, deine Fähigkeiten und Talente einzubringen."

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Peter Bartsch begrüßte die aus Polen angereiste Familie in deren Muttersprache. In seiner Rede erklärte er, Bartimäus sei nach vier Jahren als Kaplan in Freystadt kein Unbekannter. Er machte mit dem Werdegang des 34-jährigen Priesters bekannt, der in der Nähe von Kattowitz in Oberschlesien zur Welt kam. Im Anschluss an die Schulzeit wurde er Kellner.

Später holte er das Abitur nach und trat 2007 ins Franziskanerkloster in Kattowitz ein, wo er 2013 die ewige Profess abgelegt hat. Von 2009 bis 2015 studierte er Theologie in Krakau und erhielt 2014 die Weihe zum Diakon. Ein Jahr später folgte in Kattowitz die Priesterweihe, danach ging es gleich ins Freystädter Franziskanerkloster, wo Bartimäus zum Kaplan in Freystadt ernannt wurde.

Um der neuen Aufgabe als Stadtpfarrer gerecht zu werden, hat er Weiterbildungen in Eichstätt absolviert. Bartsch: "Wir wünschen uns, dass ihnen Freystadt mit Seelsorgeeinheit und Pfarrverband eine Heimat wird. Wir nehmen sie mit offenem Herzen auf."

Der fünfte Franziskaner in Freystadt

Bürgermeister Alexander Dorr gratulierte zur Ernennung. Er sei in der Stadt kein Neuer. "Seit 50 Jahren sind Patres aus dem Freystädter Franziskanerkloster Stadtpfarrer in Freystadt. Sie sind jetzt der fünfte Stadtpfarrer in dieser Tradition." Dorr bot die Zusammenarbeit an: "Mein Büro steht immer offen."

Landrat Willibald Gailler freut sich, dass wieder ein Franziskaner die Verantwortung übernommen hat. "Wenn ein junger Mann hier anpackt, ist das ein Zeichen des Aufbruchs." Man habe in Freystadt gute Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Franziskaner wohlfühlen. Kloster und Wallfahrtskirche hätten eine wichtige Ausstrahlung auf die gesamte Region.

Der Vorsitzende des Kirchenchores, Josef Motz, erinnerte sich: "Du hast in den Anfängen sogar zwei unserer Proben besucht", jetzt werde der Pfarrer seine Sache "unten" gut machen, "wir oben auf dem Chor".

Schließlich dankte Pater Bartimäus für das Willkommen und bat um eine gute Zusammenarbeit: "Was wäre ein Pfarrer ohne seine Gläubigen, und so fange er "in Gottes Namen an mit Euch." Beim Sektempfang im Festzelt durfte der neue Stadtpfarrer viele Hände schütteln und weitere gute Wünsche annehmen.

ANNE SCHÖLL

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