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Dienstag, 11.08.2020

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Erster Bauabschnitt des Stadelmann-Anwesens in Freystadt kommt voran

Bürgermeister Alexander Dorr besichtigte die Arbeiten in der Schwallgasse. - 04.07.2020 15:07 Uhr

Dieser Tage sahen sich Michael Meyer und Willibald Popp vom Bauamt, Bürgermeister Alexander Dorr und sein Stellvertreter Johann Kerl auf der Baustelle „Stadelmann-Haus“ um.

© Foto: Anne Schöll


Bei einem Ortstermin überzeugten sich Bürgermeister Alexander Dorr und sein Stellvertreter Johann Kerl, Bauamtsleiter Willibald Popp und Mitarbeiter Michael Meyer vom Stand der Arbeiten, mit denen man im Zeitplan liegt. Der Baukörper an der Westgrenze des Anwesens, in dem einmal die Abteilung des Stadtarchivs mit den Rollschränken untergebracht wird, ist bereits aufgemauert.

Aktuell arbeiten die Handwerker am Querbau zur Schwallgasse hin, einem Ersatzbau für die Scheune, die dort vorher gestanden ist. Dieser Neubau erhält wieder eine typische Scheunenoptik mit einer Fassade aus Holz. Erdgeschossig werden hier Lagerräume und die Gas-Heizzentrale für den auf der ganzen Breitseite darüber liegenden Sitzungs-/Mehrzwecksaal platziert. Im Geschoss über dem künftigen Archiv gibt es ein Foyer, Toiletten, Lagerraum und Teeküche. Dieser erste Bauabschnitt wird behindertengerecht gestaltet, wozu ein Aufzug eingebaut wird, mit dem man ins Obergeschoss gelangt.

Eine zweite Möglichkeit von unten nach oben oder umgekehrt zu gelangen, bietet eine Außentreppe im Innenhof. Damit wird auch dem Brandschutz mit einer zweiten Fluchtmöglichkeit genüge getan. Über eine Durchfahrt bleibt der Innenhof erreichbar. "Hier können beispielsweise nach Trauungen kleine Stehempfänge stattfinden", so der Bürgermeister. Er wird mit einem strapazierfähigen Rasen und einem Baum im Zentrum ausgestattet.

"Für diesen Bauabschnitt eins rechnen wir mit der Fertigstellung insgesamt bis Ende nächsten Jahres", fügte Willibald Popp, der Leiter des Bauamtes an. Noch im Herbst soll mit der Sanierung des Daches am historischen und denkmalgeschützten Stadelmann-Haus selbst begonnen werden. Die Stadt hat 2014 dieses Anwesen gekauft. Zunächst hat man vermutet, dass das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert stammt. Bei näheren Untersuchungen durch die Denkmalschützer ist festgestellt worden, dass Bauteile des Dachstuhls aus der Zeit um 1370 stammen. Damit ist dieses Haus das älteste im Stadtgebiet und das einzige, dessen Eingang zwei Stufen unter dem Marktplatzniveau liegt. Ist die Dachstuhlsanierung beendet, kommt das restliche Gebäude dran.

Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro. 930 000 Euro Zuschüsse kommen aus der Städtebauförderung, 450 000 Euro aus dem Entschädigungsfonds des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, 25 000 Euro vom Landkreis und 40 000 Euro vom Bezirk Oberpfalz, so dass bei der Stadt Freystadt zwei Millionen Euro Eigenanteil verbleibt.

ANNE SCHÖLL

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