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Samstag, 20.07.2019

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Berchinger Rossmarkt 2019: Edle Rösser, Zuspruch für Bauern

Zehntausende verfolgten den Umzug beim "größten Wintervolksfest" in Bayern - 06.02.2019 15:34 Uhr

Nicht nur für Pferdefans ein echtes Spektakel: Der Rossmarkt in Berching lockt jedes Jahr etliche Besucher an. © Andre De Geare


Als Hauptrednerin beim Berchinger Rossmarkt zollte sie zunächst Respekt vor dem laufenden Plebiszit, bei dem sich das Volk zurecht auf ein Grundprinzip der Demokratie berufe. Beim Volksbegehren könnte aber das "Kleingedruckte" zu einer Falle für die Landwirtschaft werden und "großen Flurschaden“ anrichten.

Die Agrarministerin verwies darauf, dass die Landwirtschaft rund 600.000 Hektar Fläche und damit ein Fünftel des bäuerlichen Landes artvielfältig bewirtschafte. Wenn man schon über Bienen spreche, dann müsse man laut Michaela Kaniber über die staatliche Unterstützung für die Imker im Freistaat reden. Nicht umsonst sei die Zahl der Bienenvölker von 200.000 auf 300.000 angestiegen.

Bilderstrecke zum Thema

Rossmarkt 2019 in Berching: Glanzvolle Rösser, glänzende Geschirre

Edle Rösser, stolze Rosserer und eine strahlende Ministerin:Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat die Bauern vor dem Hintergrund des laufenden Volksbegehrens "Rettet die Bienen" gegen Diffamierungen in Schutz genommen.


Die Ministerin störte sich daran, dass man den Landwirten die Schuld für alle möglichen Umweltprobleme zuschiebe. Das sei "unfair und unbayerisch", so Michaela Kaniber. Natur- und Umweltschützer würden sich für den Erhalt der kleinbäuerlichen Strukturen einsetzen. Allerdings müssten sich diese vor Augen halten, dass permanente Verbote und bürokratische Auflagen „genau den großen landwirtschaftlichen Betrieben in die Hände spielen".

Zehntausende Besucher

Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich sprach von einer "enormen Verunsicherung", die von dem Volksbegehren ausgehe. Der Schutz der Tiere und der Umwelt "geht nur gemeinsam mit den Bauern, deshalb kann man sie nicht an den Pranger stellen". Die Aufgabe von noch mehr landwirtschaftlichen Betrieben könnte die Folge sein, befürchtet Bürgermeister Eisenreich. Sein Szenario: "Bauern, die zusperren, kommen nie mehr zurück.“

Bei vergleichsweise moderaten Wintertemperaturen strömten wieder etliche zehntausend Besucher zum "größten Wintervolksfest in Bayern". Viele verfolgten den traditionsreichen Umzug der Pferde in der Berchinger Innenstadt. Rund einhundert Vierbeiner sind von ihren Züchtern und Haltern bei dem illustren Schaulaufen in der historischen Altstadt vorgestellt worden . 

In unserem Live-Ticker zum Rossmarkt können Sie das Geschehen in Bericht verfolgen:

 

Wolf-Dietrich Nahr Neumarkter Nachrichten, stellvertretender Redaktionsleiter E-Mail

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