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Auf Lärmschutz gibt es leider keinen Anspruch für Pilsacher

Verwaltung informierte Räte über Stand der geplanten Sanierung der Talbrücke - 13.07.2019 13:00 Uhr

Für die Anwohner ist kein Lärmschutz vorgesehen, wenn die Brücke eines Tages saniert wird. © Mark Johnston


Ausgangspunkt sei ein Zeitungsbericht über den Abriss der Brücke gewesen, daraufhin habe er sich bei dem zuständigen Baudirektor der Autobahndirektion Nordbayern, Martin Bäumler, erkundigt.

Eine konkrete Planung existiere bislang nicht. Vorgesehen sei, zunächst neue Pfeiler zu setzen und in Richtung Dorf nördlich der Autobahn eine zweispurige Behelfsspur einzurichten. Anschließend werde die Brücke komplett abgebrochen und – verschiebbar – neu gebaut. Ein dreispuriger Ausbau der Autobahn sei nicht geplant, somit auch nicht für die Brücke.

Herausforderung für Statiker

Der Endausbau entspreche der jetzigen Führung, allerdings auf beiden Seiten um je einen Meter breiter. Die geplante Stahlbrücke sei eine "Herausforderung für die Statiker". Die Planungen sollen 2020 beginnen, als Baubeginn sei 2023 "realistisch", die Bauzeit sei auf insgesamt fünf Jahre angesetzt.

Bei Neubau bestehe grundsätzlich Anspruch auf Lärmschutz, die Maßnahme gelte jedoch als Sanierung. "Das könnt ihr gleich vergessen", zitierte Möges die Aussage des Planers. Außerdem würden bei dem Verkehrsaufkommen laut Planer die Lärmvorsorgewerte weit unterschritten, allerdings gebe es keine aktuellen Gutachten dazu. Geplant ist derzeit lediglich ein geräuscharmer Fahrbahnbelag.

Plexiglaswand als Spritzschutz

Eine Größenordnung von 600 000 Euro sei genannt worden für einen Lärmschutz, den müsste allerdings die Gemeinde zahlen. Geplant sei lediglich eine Plexiglaswand als Spritzschutz. Verglichen mit den geschätzt rund 100 Millionen Euro Baukosten seien doch drei Meter Lärmschutz gar nichts, meinte Gemeinderat Peter Hollweck.

Lärmschutz wäre das Wichtigste, pflichtete Gemeinderat Richard Schmid bei, der Zweifel anmeldete in Bezug auf die Lärmwerte. Da habe es doch vor Jahren ein Gutachten gegeben mit dem Resultat, das Verkehrsaufkommen liege im Grenzbereich. "Da sollten wir dran bleiben", waren sich alle einig.

Während der Bauphase rückt die Autobahn näher an den Ort heran, eine Behelfsspur in südlicher Richtung wäre zu nah am Sportplatz. Für die Behelfsspur werden Flächen benötigt, Lagerflächen mit rund einem Hektar seien jedoch ausreichend vorhanden, informierte Möges. 

JUTTA RIEDEL

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