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Millionen-Projekt: Wakeboard-Anlage für den Brombachsee

Schon im Juni soll Einrichtung eröffnet werden - Seil und Masten stehen schon - 02.01.2019 05:56 Uhr

Ein Arbeiter spannt das Seil, das zwischen den 13 Meter langen Masten führt. Im Juni soll die Anlage in Betrieb gehen. © Foto: Wakepark Brombachsee


In den letzten Tagen vor Weihnachten wurden die Masten im See verbaut und das 600 Meter lange Seil gezogen. Die letzten Schritte von Bauabschnitt eins, der seit Oktober in der Bucht von Absberg (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen) laufen.

Wakeboarden konnte man am Brombachsee bereits seit 2016. "Aber das war eher so eine Starter-Anlage", erklärt Daniel Wurm, der beim Wakepark Brombachsee für die Projektleitung und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. "Im Juni geht es dann richtig los." Dann können sich zeitgleich bis zu acht Wakeboarder mit rund 30 Kilometer pro Stunde in einem Rundkurs durch den See ziehen lassen. "Wir sind dann technisch schon vorne dabei mit der Anlage", sagt Wurm, "auch wenn es sicher noch ein paar noch spektakulärere in Deutschland gibt."

Aufwendig gestaltet sich auch die Montage der Ausleger. Sie sind jeweils acht Meter lang. © Fotos: Wakepark Brombachsee GmbH & Co. KG


"Haben schon auch zwei, drei echte Banger dabei"

Am Kleinen Brombachsee will man sich vor allem auf Einsteiger konzentrieren. "Das werden so 70 Prozent unserer Zielgruppe sein. Wir haben darauf geschaut, dass wir eine Anlage bekommen, die schnelle Erfolge möglich macht", erklärt der Projektleiter. Weite Kurvenradien, keine ruckartigen Beschleunigungen und auch die Rampen seien eher auf Einsteiger ausgerichtet. "Wir haben aber natürlich schon auch zwei, drei echte Banger dabei, für die absoluten Könner", verspricht Wurm. Die alte Zwei-Mast-Anlage bleibt übrigens als zusätzliche Anfänger-Strecke bestehen.

Unter der Regie von Jonas Wörrlein und Matthias Bauer, die als Betreiber und Investoren hinter der Anlage stehen, wurde seit Oktober an der ersten Bauphase gearbeitet. Unter anderem wurde der See in der Bucht an etlichen Stellen ausgebaggert, um die vom TÜV vorgeschriebene Mindestwassertiefe vorweisen zu können. Mit dem ausgebaggerten Material gestalteten die Verantwortlichen eine neue Landzunge, von der sich Mitte nächsten Jahres die Wakeboarder ins Vergnügen stürzen können.

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"Unglaublich glücklich, dass der Lift jetzt steht"

Um die 13 Meter langen Masten, an denen das Seil geführt wird, im See abzuspannen, mussten an Land und zu Wasser zwölf massive Fundamente gebaut werden. Im See gelang dies mit 40 jeweils drei Tonnen schweren Betonplatten, die versenkt und übereinander gestapelt wurden.

Mit dem Ergebnis sind alle zufrieden. "Seit ich als Kind das erste Mal auf einem Wakeboard stand, war es mein Traum eine Wasserski- und Wakeboardanlage zu bauen", sagt Mattias Bauer. "Ich bin unglaublich glücklich, dass der Lift jetzt steht." Immerhin hatte man bereits 2014 bei einer Ausschreibung des Zweckverbands Brombachsee den Zuschlag für den Bau erhalten. Allerdings zog sich das Genehmigungsverfahren hin. Am Ende sei man aber sogar relativ schnell gewesen, stellt Jonas Wörrlein fest. "Viele andere Wakeboardanlagen brauchen für einen Neubau oft acht bis zehn Jahre Vorlauf." 

Jan Stephan

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