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Weisendorf: Matthias Düthorn kandidiert 2020

Der CSU-Ortsverband hat seinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert - 11.05.2019 06:00 Uhr

Karl-Heinz Hertlein (v.l.), Angelika Tritthart, Kandidat Matthias Düthorn und Alexander Tritthart bei der Nominierungsversammlung der CSU. © Ingrid Jungfer


Kandidat Matthias Düthorn, wohnhaft mit Sohn im Elternhaus im Ortsteil Buch, hat eine stattliche berufliche Karriere hingelegt.

Nach dem Realschulabschluss ging er zur Polizei, absolvierte zunächst den mittleren Dienst, stieg 2008 in den gehobenen Dienst mit Abschluss Dipl. Verwaltungswirt (FH) auf, wurde zurück aus Sulzbach-Rosenberg als Gruppenleiter in Herzogenaurach Polizeihauptkommissar.

Weiter sitzt der 45-Jährige im Kreistag und engagiert sich noch in mehreren politischen Ämtern. In seiner Nominierungsrede machte er deutlich, dass es sein Ziel sei, dass wieder "Ruhe" in Weisendorf einkehrt.

Mit ihm werde es weder eine Politik des Aussitzens noch des Polarisierens geben, betonte er. Sein Verständnis von Politik sei vielmehr das Erörtern von Kompromissen, um einen Mittelweg zu finden.

Nach einem kurzen Rückblick, was in der noch laufenden Legislaturperiode die CSU angestoßen oder mitgetragen habe, verzichtete er dann aber genauso wenig auf Kritik. Manches Projekt wie die Ladesäule für Elektromobilität samt Hot Spots wurde beschlossen, aber nicht umgesetzt.

Schleppend sei auch die Realisierung der dritten Ballsporthalle, die Sanierung des Badweihers. Auch die Planung eines dringend notwendigen Seniorenheims müsste zügiger laufen. Zudem sorgt er sich um die Entwicklung von Weisendorfs Mitte.

Auch wenn es für die Politik schwierig sei, hier zu steuern, so müsse man sich gemeinsam mit der Bevölkerung Gedanken machen, der Ortsmitte "gesellschaftliches Leben" zu geben. Gleiches gelte für die Natur.

In anderen Ortsteilen sähe man durchaus vorbildlich angelegte Grünflächen.

Hinsichtlich des Bürgerentscheids zur Rindermast kritisiert er, dass man vom Rathaus aus nichts unternahm, die wählende Bevölkerung sachlich zu informieren, um aufkeimende Polemik zu verhindern.

Die CSU habe ihren Antrag zur Info-Veranstaltung zeitgerecht beim ersten Bürgermeister eingereicht.

Wer verantwortlich ist für den Zeitverzug, der die Absage der BI zur Folge hatte, wagte Düthorn nicht zu bewerten. Fakt sei jedoch, "nicht die CSU". Ein Politiker habe kürzlich den Begriff "politisch korrekt" als "Wahrheit sagen" übersetzt. Dem schloss sich Matthias Düthorn an. 

INGRID JUNGFER

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