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Dienstag, 11.08.2020

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Volkschor Herzogenaurach trifft sich online zur virtuellen Probe

Unterschiedliche Leitungskapazitäten machen das gemeinsame Singen schwierig, der Zusammenhalt steht im Vordergrund. - 08.07.2020 15:19 Uhr

Der Volkschor Herzogenaurach probt derzeit online. Chorleiterin Cornelia Schmid gibt den Einsatz per Laptop.

© Foto: Silke Görner


Und so kamen sich die Sängerinnen und Sänger regelmäßig an den Bildschirmen zu einer virtuellen Probe zusammen. Es wurde sogar angeboten, dass sich die eine oder andere Stimmgruppe in einem separaten "Raum" ganz zwanglos unterhielt, während die gerade aktive Gruppe mit der Chorleiterin die eigene Stimme einstudierte.

Optimal ist das nicht, weil der Gesang durch die unterschiedlich schnellen Internetverbindungen der einzelnen Teilnehmer nur zeitverzögert beim sogenannten Host ankommt. Aber Schmid weiß, wie wichtig der soziale Zusammenhalt eines Chores ist, um einen harmonischen Chorklang zu bekommen. Und dieses Gemeinschaftsgefühl kann durchaus online gefördert werden.

Gerne hätte sie nach den neuesten Lockerungen in der Coronakrise wieder eine "analoge" Chorprobe abgehalten. Aber der Gemeinschaftsraum im GZH ist einfach zu klein, um mit allen Aktiven zu proben und gleichzeitig die aktuellen Hygienevorgaben einzuhalten. Allein die Abstandsregeln würden dazu führen, dass nur ein kleiner Teil der Sängerinnen und Sänger zur Probe kommen dürfte. Und so geht es vielen Chören des Fränkischen Sängerbundes. Hinzu kommt, dass die Verantwortung auf den Schultern der Vorstände liegt, die noch nicht einmal versichert wären, sollte doch ein Chormitglied an Covid-19 erkranken.

Deshalb probt der Volkschor bis zu den Sommerferien weiterhin fleißig online – und zwar für ein kleines, aber feines Chor-Video. Die aktiven Mitglieder werden hier zu sehen und zu hören sein, und zwar mit dem Lied von Marla Saris "Lieder kennen keine Grenzen, sie sind frei!". Der spritzig-fröhliche Chorsatz stammt aus der Feder von Thilo Zetzmann.

 

Video auf der Homepage

 

Das angekündigte Video kann zwar nicht das ausgefallene Chorkonzert im Juni ersetzen, und es wird auch "nur" auf der Homepage und in den sozialen Netzwerken zu sehen sein und nicht live.

Aber es motiviert die Akteure trotzdem ungemein, weil sie an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und feilen können. Im Herbst hoffen alle, wieder analog zusammenkommen zu dürfen.

SILKE GÖRNER

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