Donnerstag, 24.10.2019

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Sieger hat "keine Zeit zum Trinken"

27. Neuhauser Straßenlauf: Sebastian Reinwand will keine Sekunden verlieren - 01.04.2019 17:54 Uhr

Wettkampf vor dem Wasserschloss: Impression von der sonnigen Laufstrecke. © Foto: Spörlein


Zur Halbzeit sah es fast so aus, als ob Sebastian Reinwand von der TSG 08 Roth einen Streckenrekord aufstellen könnte. Reinwand lief nämlich als Erster bei der Verpflegungsstelle in der Bucher Straße vorbei, nach exakt 14:43 Minuten. Laufpapst Willi Wahl relativierte diese Zeit, denn an der gemessenen Stelle seien lediglich 4,6 Kilometer zurückgelegt, es sei also nicht die Hälfte der Laufstrecke – die 30:50 von Lokalmatador Martin Grau aus Biengarten blieben also unangetastet.

Reinwand hatte nach zehn Kilometern aber immer noch die Nase ganz vorn und lief auch als Erster und ziemlich kaputt, wie er selbst hernach gestand, durch die elektronische Zeitmessung, die 32:03 Minuten anzeigte. Er habe auf die Aufnahme von Getränken gänzlich verzichtet, meinte Reinwand, denn hier verliere man wichtige Sekunden.

Die erste Frau im Ziel war dann kurz danach Brendah Kebeya, die Vorjahressiegerin (35:28) von der LG Bamberg, sie wurde beim 27. Straßenlauf mit 35:31 registriert, und war damit einen Hauch langsamer.

Sebastian Reinwand lief als Erster über die Ziellinie. © Foto: Niko Spörlein


"Wir haben auch heuer wieder unterschiedlichste Strecken im Programm", so Willi Wahl, schließlich wolle man viele Läufer ansprechen, die wie immer zu dieser ambitionierten Veranstaltung aus ganz Bayern nach Neuhaus strömten. Folgende Wettbewerbe waren im Angebot. Rewe-Adelsdorf-Schülerlauf über 1,3 Kilometer, Nordic Walking und VR-Bank-Hobbylauf mit jeweils sechs Kilometern, der acomm-Bambinilauf (400 Meter), der Sparkassen-Hauptlauf mit zehn Kilometern und die Teamstaffel – zehn Teams mit bis zu acht Sportlern gingen an den Start und lösten sich zur Hälfte der Strecke in der Bucher Straße ab, darunter auch das Team "Rathaus Adelsdorf" mit acht Teilnehmern, inklusive dem nach fünf Kilometern komplett durchgeschwitzten Bürgermeister Karsten Fischkal.

Schirmherr Alexander Tritthart gab die genau vermessene, flache Laufstrecke exakt um 14 Uhr frei. Abgesichert von der Neuhauser Feuerwehr und dem BRK Adelsdorf zog sich der Kurs hinter dem Wasserschloss vorbei bis zur B 470, von dort aus weiter bis zum alten Neuhauser Bahnhof, wieder am Schloss vorbei zum Ziel auf dem TSV-Sportplatz.

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19 Grad und Sonne pur: Bei bestem Wetter lud der TSV Neuhaus am Samstag zum Frühlingslauf. Punkt 14 Uhr fiel der Startschuss für den Hauptlauf, der die Teilnehmer von jung bis alt auf zehn Kilometern ordentlich ins Schwitzen brachte. Auch Nordic-Walking-Fans und Bambinis kamen auf ihre Kosten.


Wenn einer von dieser Veranstaltung mit "Kultcharakter" erzählen kann, dann ist dies neben Wahl der langjährige Leichtathletik-Abteilungsleiter Uli Günther. Günther hielt hier von 2003 bis 2013 die Fäden in der Hand, er kümmerte sich mit einem eingespielten Team aus rund 50 Helfern um Genehmigungen beim Landratsamt, trommelte bei Vereinen um deren Teilnahme, telefonierte unentwegt nach neuen Sponsoren und schaltete in den Medien Werbung. "Das gehört auch heute noch alles zu den Vorbereitungen", meinte Günther.

Übrigens: Der SC Adelsdorf, genauer dessen Jugend- und Schülerabteilungen, waren mit der größten Mannschaft beim Schülerlauf vertreten; beim Hauptlauf dominierten hellgrüne Trikots, die zu den omnipräsenten Läufern aus Kemmern gehörten. Und 2020 will auch Landrat Alexander Tritthart mal "abschnittsweise" mitlaufen; dieses Versprechen entlockte ihm zumindest Willi Wahl am Startgelände.

 

NIKO SPÖRLEIN

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