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Röhrles faszinierendes Franken

Hobbyfilmer zeigt am 20. Januar einen Film über die Heimat - 27.12.2016 15:48 Uhr

Josef Röhrle ist die Qualität der Aufnahmen wichtig. Moderne Technik hilft dabei. © Foto: De Geare


Der Film zeigt die Jahreszeiten in verschiedenen Gebieten Frankens, die Natur ebenso wie traditionelle Feste. Flora und Fauna liegen Josef Röhrle neben dem Brauchtum besonders am Herzen. So begleitete er zum Beispiel eine Schwanenfamilie aus dem Mohrhofgebiet über das Jahr hinweg.

Viele Motive der Fränkischen Schweiz und des Steigerwaldes sind zu sehen, aber auch einige Eindrücke aus der Region. Neben der Fronleichnamsprozession in Hannberg oder der Bergkirchweih in Erlangen begleitet die Kamera auch die Kirchweih in Untermembach. Einheimische dürfen sich somit auf das ein oder andere bekannte Gesicht freuen.

Gerade bei den Einheimischen möchte man mehr Interesse wecken. Bei seiner letzten Filmvorführung in Untermembach seien nur wenige Membacher gekommen, obwohl der Saal gefüllt war, bedauert der Filmemacher.

Röhrle bemüht sich, neben der Natur auch die Kultur und die alten Bräuche zu dokumentieren. Er möchte die Aufmerksamkeit für den Heimatraum steigern, sich für den Naturschutz stark machen und einem möglichst breiten Publikum die Zusammenhänge der Natur vermitteln.

Ursprünglich stammt der Film schon aus dem Jahr 2014, doch immer wieder hat der Autor ihn erweitert und ergänzt, um das Werk „up to date“ zu halten.

In Summe dauerten die Dreharbeiten und das Sammeln des Bildmaterials rund drei bis vier Jahre. Röhrle, 1949 geboren, stammt ursprünglich aus Ellwangen an der Jagst. Er lebt seit 36 Jahren in Untermembach. Für ihn sei die Arbeit mit der Kamera die „totale Entspannung“, sagt er. Oft warte er Stunden, bis das richtige Tier vor die Linse komme. Dabei legt der Perfektionist immer mehr Wert auf die Qualität seines Bildmaterials. Die Möglichkeiten der heutigen Technik verleiteten regelrecht dazu, lässt er wissen.

Seit rund 30 Jahren verfolgt er sein Hobby und arbeitet dabei viel mit Stativ. „Was sich bewegen soll, ist das Motiv, nicht die Kamera“, sagt Röhrle. Sein Wissen und Können hat er sich über die Jahre hinweg zum Teil selbst angeeignet, zum Teil von Profis erlernt.

Früher war er Leiter des Siemens-Gerätewerks in Erlangen und hatte schon immer einen ganz besonderen Bezug zur Natur. 55 Länder der Welt hat er selbst bereist. Vieles davon auch in Filmen festgehalten. Doch seit seinem Ruhestand widmet er sich mehr und mehr der Heimat.

Schon einmal arbeiteten Pfersching und Röhrle zusammen und zeigten im vergangenen März den Film „Lebensraumnetz Moorweiher und Niedermoore“ (wir berichteten). Ein voller Erfolg war die Präsentation, kein Platz im Saal war mehr frei. „Wir mussten Leute wegschicken“, erzählt Pfersching. Das Interesse an Röhrles Filmen ist also groß.

Wer für die Aufführung am 20. Januar ganz sicher einen Platz haben möchte, sollte sich vorher beim Wirt telefonisch anmelden. Der Film dauert rund 90 Minuten, nach der Hälfte will man eine kleine Pause einlegen. Essen gibt es ab zwei Stunden von Filmbeginn. Der Eintritt ist frei, eventuelle Spenden sollen für örtliche Projekte verwendet werden. Anmeldungen sind täglich ab 16 Uhr unter * (0 91 35) 82 41 möglich. 

MAX DANHAUSER

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