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Puma feiert Richtfest für Riesen-Lagerhaus bei Geiselwind

"Multi-Channel-Zentrallager" kostet rund 200 Millionen Euro - 19.09.2019 17:28 Uhr

Puma-Finanzvorstand Michael Lämmermann stellte, bevor die Richtkrone hochgezogen wurde, bis 500 Arbeitsplätze in Aussicht. © Niko Spörlein


Jetzt sei der Landkreis Kitzingen auch "Puma-Standort", meinte Tamara Bischof, die Landrätin, beim Richtfest. Der Rohbau für das 70.000 Quadratmeter große 200 Millionen Euro teure "Multi-Channel-Zentrallager", in dem laut Andreas Hoetzel von der Betreiberfirma "BLG Logistics" aus Bremen, rund 122.000 Artikel des Herzogenauracher Sportartikelriesen gelagert werden, sei noch nicht gänzlich fertig, ergänzte Wolfgang Dietz, der Vorstandsvorsitzende des Investors, der Firma Dietz AG.

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Aber im März 2020 werde man voraussichtlich die Schlüssel des nicht zuletzt durch 14.000 Quadratmeter Gründach und 400 Bäume CO2-neutralen Gebäudes an den Generalunternehmer, die Firma Bremer AG, übergeben können. Im Sommer 2020 werde dann die Einweihung des riesigen grauen Gebäudes gefeiert, welches die Marktgemeinde Geiselwind sichtlich dominiert.

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Michael Lämmermann, Finanzvorstand bei Puma, sprach ein dickes Dankeschön an die beteiligten Unternehmen aus, schließlich sei der Neubau des "beeindruckenden" Gebäudes bisher völlig unfallfrei verlaufen. "Wir haben quasi Halbzeit und gehen fast schon in den Endspurt", meinte Michael Dufhues, Vorstand bei der Bremer AG. Bei Fertigstellung jenes ökologisch leistungsstarken Immobilienkomplexes stehen Puma und dem Generalunternehmen Bremer AG dann 63.500 Quadratmeter Logistikfläche, 5800 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen und weitere 700 Quadratmeter Technikflächen zur Verfügung. Bis zu 500 Arbeitsplätze stellte Lämmermann in Aussicht.

Bedauern in Schlüsselfeld

Pumas Leitsatz sei "Forever Faster", wolle heißen, so Lämmermann, dass Puma immer schneller auf die Wünsche der Kunden reagieren und eingehen werde. Der Geiselwinder Bürgermeister Ernst Nickel hatte sich für die Ansiedlung mächtig ins Zeug gelegt. Nickel erinnerte bei seiner Festrede unter anderem an die zähen Grundstücksverhandlungen im Vorfeld.

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Die Herzogenauracher errichteten in der Nachbargemeinde Schlüsselfeld (Elsendorf) vor Jahrzehnten ein Logistikzentrum und hatten sich von diesem Standort zum Bedauern von Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp verabschiedet.

Beschäftigte werden übernommen

Der Betrieb in Elsendorf, wo derzeit um die 120 Mitarbeiter beschäftigt seien, gehe jetzt ganz normal weiter, so Puma-Pressesprecher Robert-Jan Bartunek. Sukzessive werde man dann die Logistik von Elsendorf nach Geiselwind übertragen.

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"Alle Beschäftigten werden in Geiselwind übernommen", betonte Michael Lämmermann. Was dann mit der Immobilie im Schlüsselfelder Stadtteil passiere, werde man noch sehen.

Nikolaus Spörlein

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