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Höchstadter Lourdes-Grotte ist bald fertig

Dekan Kilian Kemmer war in Lourdes, um eine Figur für den Schwesterngarten zu kaufen - 23.06.2019 06:00 Uhr

Marie-Claire La Croix, die Direktorin der „Alliance Catholique“ (li.), und die Theologin Therese Maconte halfen Kilian Kemmer bei der Auswahl der Madonnen-Figur. © Foto: Pfarrei St. Georg


Genau vor einem Jahr waren 120 Mitglieder der St. Georgspfarrei zu einer Pilgerfahrt in den weltbekannten Marienwallfahrtsort Lourdes aufgebrochen. Am Ende dieser Reise hatte Dekan Kilian Kemmer dann den Bau einer Lourdesgrotte in Höchstadt angeregt. Er dachte dabei eigentlich an eine größere Nische an einem Gebäude oder in einem Garten.

Bereits auf der Heimreise formierte sich allerdings eine Gruppe, die dem Ganzen eine etwas größere Dimension geben wollte. Lothar Güßregen, Georg und Maria Geyer, Harald und Sabine Dorsch, Andreas und Renate Haas sowie Elke Frey und ihr mittlerweile verstorbener Mann Lothar ließen im Garten des Schwesternhauses in Eigenleistung eine acht Meter lange und vier Meter hohe Grottenanlage entstehen. Viele Sponsoren halfen bei der Umsetzung der Pläne.

In der vergangenen Woche reiste Dekan Kemmer nach Lourdes, um in Lourdes eine Madonnenfigur zu erwerben. Vor Ort stellte sich dieses Vorhaben aber als schwieriger heraus als gedacht. Denn nicht nur die Größe, das Gewicht und das Material müssen stimmen, sondern auch der Stil. Zwei Tage besichtigte Kemmer Produktionsstätten und Läden.

Dabei blieb für den Höchstadter wichtig, sich am Aussehen der Originalfigur in der Grotte zu orientieren. Diese Madonna wurde nach den Beschreibungen der Heiligen Bernadette gefertigt, der 1858 in der Grotte von Massabielle am Ufer des Gave Maria erschienen war. So zeigt sich diese Mariendarstellung in Lourdes ganz in Weiß, mit einem hellblauen Gürtel und einem goldenen Rosenkranz in der Hand. "Die meisten Figuren sind für unseren Geschmack Kitsch", sagt Kemmer.

Gemeinsam mit Marie-Claire La Croix, der Direktorin der "Alliance Catholique" im heiligen Bezirk von Lourdes, und mit Therese Maconte, einer jungen Theologin in der örtlichen Pilgerseelsorge, fand er dann aber doch eine passende Figur: Eine 50 Kilogramm schwere und 1,55 Meter hohe Statue aus Resine-Carrara nahm Kilian Kemmer mit nach Höchstadt.

Viele Nachfragen

Doch bevor die Madonnendarstellung sicher verpackt wurde, fand am Originalplatz in Lourdes die Übergabe statt. "Selbst wenn der im hohen vierstelligen Bereich liegende Preis der Madonna nur 13,50 Euro gewesen wäre, hätte sie nunmehr einen unbezahlbaren Wert erhalten", meint Kemmer. Denn der Besuch an der Grotte in Lourdes mit der für Höchstadt erworbenen Madonna entwickelte sich "zu einer Fanmeile". So berichtet der Dekan, dass sich sehr viele Pilger für das Höchstadter Projekt interessiert hätten.

Sogar Wasser plätschert schon in der Grotte im Schwesterngarten, dennoch ist bis zur Einweihung noch einiges zu tun. © Foto: Eduard Weigert


 Am Nachmittag des Pfarrfestes am 7. Juli wird die Madonna in der Stadtpfarrkirche ausgestellt sein. Die Grottenbauer machen sie währenddessen an den letzten Bauabschnitt, denn bis zur Einweihung der Grotte müssen im Schwesterngarten noch einige Arbeiten erledigt werden. 

nn

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