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Mittwoch, 23.10.2019

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Höchstadter Kerwa soll zünftiger werden

Fränkische Traditionen werden wiederbelebt - 16.06.2019 06:57 Uhr

Zum vierten Mal findet die Höchstadter Kerwa ab 28. Juni im Engelgarten statt – drumherum sollen nach dem Willen der Kerwa-Freunde und aller anderen, die bei der Kirchweih mitwirken, viele Traditionen etabliert werden. © Foto: Eduard Weigert


Reichlich Mitstreiter haben sie bereits, in den vergangenen Wochen haben sich viele, gerade junge Leute der Gruppe angeschlossen. Sogar "unverhofft viele", wie Frank Greif gesteht.

Für die Kirchweih haben sich die Kerwa-Freunde, die vom Kellerbergverein und dem Heimatverein unterstützt werden, ein reichhaltiges Programm überlegt. Bereits am Donnerstag vor dem eigentlichen Beginn, also am 27. Juni, geht es los und zwar mit einer Schlachtschüssel des Heimatvereins ab 10 Uhr im Töpfla, abends ist Kerwa-Auftakt auf dem Marktplatz mit Anschießen durch die Höchstadter Musketiere. Im Töpfla werden die Kerwa-Freunde anschließend offiziell gegründet, dann ist gemeinsames Kerwaliedli-Singa.

Am Freitag lädt der Heimatverein ab 14 Uhr zum Küchlabacken und Kaffee in den "Zwetschger", um 19.30 Uhr wird im Festzelt das erste offizielle Fass angestochen.

Der Samstag steht dann ganz im Zeichen des Kerwasbaums. Zwar gab es auch früher schon Kirchweihbäume in Höchstadt, in den vergangenen drei Jahren im Engelgarten aus Sicherheitsgründen aber eben nicht. Nachdem die Stadt jedoch knapp 10 000 Euro in eine Sicherungseinrichtung investiert hat, kann nun auch dort gefahrlos ein Baum aufgestellt werden, der am Samstagmorgen in Nackendorf geholt wird.

Die Historische Stadtwache Franken wird sich mit fünf Kanonen in Stellung bringen, damit es beim Aufstellen ab 15 Uhr ordentlich scheppert. In dem Zug werden Dekan Kilian Kemmer und Pfarrer Fritz Schäfer den neuen Kerwa-Standort auch einweihen. Und damit danach nicht alle Besucher gleich wieder nach Hause gehen, ist ein buntes Programm geplant, gestaltet von der Stadtkapelle, dem Fränkischen Volkstanzkreis Steigerwald und der Tanzschule Geist. Stattfinden soll ebenfalls ein Wettbewerb im Bierfass-Hochwerfen, für den noch Teilnehmer gesucht werden.

Am Montag steigt dann der traditionelle Frühschoppen, um neun Uhr findet zuvor der Festgottesdienst statt. Der Familiennachmittag mit ermäßigten Preisen beginnt am Dienstag, 2. Juli, um 14 Uhr. Parallel findet von 14 bis 16 Uhr der Seniorennachmittag statt, bei dem die älteren Mitbürger aus Höchstadt und den Ortsteilen eine halbe Maß Bier und ein Bratwurstbrötchen spendiert bekommen.

Zwei Tage später, wenn die Kirchweih also eigentlich schon vorbei ist, wird sie von den Kerwa-Freunden auch noch offiziell begraben – am Donnerstag, 4. Juli, ab 20 Uhr am Petersbeck-Häusla.

Doch bei der Kerwa soll es natürlich nicht nur fränkisch-zünftig zugehen, sondern es ist auch wieder ein reichhaltiges Musikprogramm geplant. Am Freitag treten die "Würzbuam" auf, am Samstag "Revolver" — jeweils bei freiem Eintritt. Die Blaskapelle Gremsdorf spielt am Sonntag ab 16 Uhr, am Montag sowohl beim Frühschoppen als auch abends ab 19 Uhr das Duo Frankenexpress und den Seniorennachmittag begleitet der Alleinunterhalter Hans Kupfer. Festwirt ist die Brauerei Blauer Löwe.

Bürgermeister Gerald Brehm freut sich übrigens, dass durch die Brückensanierung die Kirchweih vom Festplatz dorthin umgezogen ist, "wo sie hingehört". Und mit dieser Meinung steht er nach seinem Eindruck auch nicht allein, "sondern das ist die Meinung nahezu aller Besucher." Die Höchstadter Kerwa werde nun zu einer Kultkerwa.

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