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Freitag, 03.07.2020

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Höchstadt: Zweiter Bürgermeister Schulz tritt aus SPD aus

Kommunalpolitiker war mit AfD-Stimme ins Amt gewählt worden - 28.05.2020 13:08 Uhr

Zieht die  Reißleine: Günter Schulz tritt aus der SPD aus.

© Edgar Pfrogner


In der Presseerklärung heißt es, dass  "ich mit sofortiger Wirkung aus der SPD austrete". Damit finde die psychische Belastung für seine Familie und ihn "hoffentlich ein Ende".

Das Amt des zweiten Bürgermeisters und die Mandate als Stadtrat und Kreisrat werde er behalten. "Ich danke allen Bürgern und Bürgerinnen, die durch Telefonate, persönliche Ansprachen und Emails sowie Leserbriefe meine Haltung unterstützten."


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Unverständnis äußerte Schulz darüber, "warum ich die Entscheidungen der SPD erst durch die Medien erfahren habe". So auch die Entscheidung des Landesvorstand der BayernSPD, ein Parteiordnungsverfahren gegen Schulz anzustrengen.

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Am Mittwoch, 10. Oktober 2018, war die AfD mit einer Wahlkampfveranstaltung in Höchstadt zu Gast. Rund um den Austragungsort gingen zahlreiche Gegendemonstranten auf die Straße. Die Polizei war vor Ort, um das Geschehen zu überwachen, zu Ausschreitungen zwischen beiden Lagern kam es jedoch nicht.


Schulz wörtlich: "Der Günter Schulz ist durch die Wahl zum 2. Bürgermeister am 11.05.20 kein anderer Mensch geworden, der plötzlich anders denkt und handelt, als in den 18 Jahren vorher, in denen er das Amt ausführte." Er werde das Amt des 2. Bürgermeisters und seine Mandate "zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sozial und demokratisch" ausüben.


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