Mittwoch, 21.08.2019

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Hannberger Kirchenburg wird zum Kulturtempel

Vier Jugendkapellen, eine illuminierte Wehrkirche und ein Feuerwerk verzaubern die Besucher - 08.07.2019 06:57 Uhr

Bereits zum dritten Mal fand „Kultur in der Kirchenburg“ in Hannberg statt. Heuer konnte sich das Publikum auf vier Jugendkapellen freuen. © Foto: Max Danhauser


Der Fokus liege dabei auf der Region, wie Thomas Willert vom Sachausschuss für Kunst, Kultur und Geschichte der Pfarrei Hannberg erklärte. Und die Jugend habe dabei noch eine weitere Symbolkraft: Denn auch der karitative Gedanke spiele eine große Rolle.

Alle Einnahmen des Abends kommen dem Erlanger Verein "Toy Run", der sich für kranke Kinder einsetzt, und einer Gemeinde in Uganda zugute, die davon Instrumente für Jugendliche kauft. "Jugendliche helfen Jugendlichen", freute sich Willert. Und das in einem ganz besonderen Ambiente. Denn die Kirchenburg, gepaart mit herrlichem Wetter und atemberaubendem Licht, ist etwas ganz Besonders und auch Einmaliges. Denn nur einmal im Jahr erstrahlt sie in buntem Licht und sorgt so für besondere Momente im kulturellen Seebachgrund.

Bereits zum dritten Mal wurde im Rahmen dieser Open-Air-Kulturveranstaltung auch der Hannberger Fotopreis verliehen. Die insgesamt fünf Sieger mit ihren künstlerisch ganz eigenen Fotografien durften sich als Preis über ihr Werk auf Leinwand freuen. Den Jugendpreis, überreicht von Schirmherr und Landrat Alexander Tritthart, ging in diesem Jahr an Isabel Willert. Der Preis in der Kategorie "Hobbies" ging an den Nürnberger Ryszard Badowski, "Heimat" an Christian Pöllmann und "Helden" an Stefanie Willert. Die lokale Kategorie "Hannberg" gewann Melanie Rosenzweig.

Etwa 50 Helfer waren rund um die Veranstaltung im Einsatz – "alle ehrenamtlich", wie sich Willert freute. Und vier Jugendkapellen sorgten für die musikalische Unterhaltung. Mit von der Partie waren die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach unter der Leitung von Andrea Kürten, die Jugendkapellen Aurachtal (Wolfram Heinlein) und Eltersdorf (Tibor Pálmai) sowie aus der Nachbargemeinde die FFW Jugendkapelle Großenseebach (Matthias Uri).

Etwas für jeden Geschmack

Es war ein so bunt-vielseitiges Programm, dass sicher jeder Besucher an diesem Abend etwas nach seinem Geschmack zu hören bekam. Musikstile von Swing über Pop bis hin zu traditionellen Melodien sorgten für genau die Abwechslung, die ein Kulturabend braucht, der alle begeistert.

So erklang zum Beispiel der "Böhmische Traum", Strauß’sche Kompositionen ("Rosen aus dem Süden"), Songs von Peter Maffay ("Nessaja"), Bon Jovi ("Livin’ on a Prayer") oder von Benny Andersson und Björn Ulvaeus (das Medley "ABBA Gold").

Unter den gut 180 Musikern war aber nicht nur der Nachwuchs vertreten, sondern auch "ältere Semester, die durch die Musik jung und frisch bleiben", witzelte Marie Beck, die als Moderatorin den Abend begleitete.

Die Gäste mussten jedoch nicht dauernd vor der Bühne sitzen. In der gesamten Anlage war die Musik der Kapellen zu hören, und so konnte man an auch lauschigen, idyllischen Plätzen rund um die – später illuminierte – Kirche auf Bänken und an Stehtischen verweilen.

Zum großen Finale einten sich die vier Jugendkapellen und spielten erstmals zusammen zwei Lieder: die Bayernhymne und das Deutschlandlied. Danach durften die Besucher noch ein fulminantes Feuerwerk genießen. "Es war einfach wieder spitze", zog am Ende Hannbergs Pfarrer Johannes Saffer Bilanz. 

MAX DANHAUSER

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