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Dienstag, 15.10.2019

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Dobrindt: Schützenhilfe für Europakandidat Konrad Körner

Ex-Minister macht Werbung für Europa und für den CSU-Kandidaten aus Herzogenaurach - 05.05.2019 16:05 Uhr

Warnungen vor EU-Skepsis und Extremismus: Alexander Dobrindt mit Europawahl-Kandidat Konrad Körner und Andreas Galster, Bürgermeister von Baiersdorf (v. l.).


Stefan Müller, Kreisvorsitzender der CSU und Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestags-CSU, sitzt im Berliner Reichstag Seite an Seite mit Alexander Dobrindt. Und bezeichnet das Abgeordneten-Dasein im Vergleich zu den Pflichten eines Ministers als "angenehm". Wenn man "die andere Seite" kenne, zöge einen wenig zurück, pflichtet ihm Dobrindt bei, der wohl zeitlebens mit der von vielen Bürgern ungeliebten deutschen Pkw-Maut in Verbindung gebracht werden wird. Die Maut, sie kommt irgendwann auch im Vereinshaus zur Sprache, aber sie steht nicht im Mittelpunkt.

Denn in erster Linie ist Dobrindt zum Mutmachen und Motivieren nach Herzogenaurach gekommen. Der lokale Europa-Kandidat Konrad Körner steht bei seiner Partei auf Listenplatz elf. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Europäische Volkspartei (EVP), Dachpartei der Konservativen und damit auch von CDU und CSU, bei den Europawahlen ein sehr gutes Ergebnis erreichen muss, soll ein Kandidat wie Konrad Körner eine reelle Chance haben, ins Europaparlament einzuziehen.

Stefan Müller erinnert eingangs daran, dass nur ein einiges Europa eine Chance hat, gegen die weltweite Konkurrenz zu bestehen. Und, dass das Erstarken der Rechten in diversen Staaten der Europäischen Union zu ungewünschten neuen Mehrheiten führen könnte. Hätten doch nicht wenige jener neonationalistischen Parteien das Ende des europäischen Projekts im Sinn. "Wir Europäer müssen uns genau überlegen", wie wir uns aufstellen", mahnt Müller, auch im Seitenblick auf Vorhaben wie die "Neue Seidenstraße" der Chinesen.

Alexander Dobrindt erinnert daran, dass gerade die junge Generation von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit in Europa profitiert – und dass ein Austritt aus der EU, mit dem nach dem Brexit der Briten auch osteuropäische Staaten drohen, ein gefährliches Spiel mit der Zukunft darstellt.

Der Brexit stimmt Dobrindt nach eigenen Worten "traurig", Auswüchse wie Subventionsbetrug machen ihn eher wütend. Zur von ihm entworfenen Pkw-Maut steht er nach wie vor – und betont, dass der Herzogenauracher Unternehmer Hans Wormser zu seinen wichtigsten Ratgebern zählt. In einer von Sabine Hanisch moderierten Gesprächsrunde mit Konrad Körner und dem Baiersdorfer Bürgermeister Andreas Galster warnt Dobrindt vor der AfD im Besonderen und vor Europaskepsis im Allgemeinen. "Wer den Austritt Deutschlands aus der EU ver-langt, hat nicht verstanden, in welcher Welt wir inzwischen leben."

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