Dienstag, 15.10.2019

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Blühwiese in Untermembach

Landkreis wurde aktiv - aber schon vor dem Volksbegehren - 10.04.2019 15:31 Uhr

Das Saatgut wird ausgebracht: Thomas Schierhorn, Angelika Schiffer (Landratsamt), Gerhard Köhler (Kreisbauhof) und Landrat Alexander Tritthart bei der Arbeit.


Blumensamen für Blühwiesen sind derzeit heiß begehrt. Das weiß auch Angelika Schiffer vom Landratsamt. Doch sie hat rechtzeitig ihre zwei Kilogramm "Schmetterlings- und Wildbienensaum" von einem Fachvertrieb erhalten. Denn gestern ist südlich von Untermembach, gleich neben der ERH 14, eine rund 1000 Quadratmeter große Fläche des Landkreises angesät worden.

Zu dem Termin war sogar Landrat Alexander Tritthart gekommen. Das vor allem deswegen, weil er klarmachen wollte, dass der Landkreis das keinesfalls wegen des Volksbegehrens mache. "Die Vorbereitungen laufen schon seit vergangenem Jahr." Die Fläche gehört dem Landratsamt seit dem Bau des Radweges entlang der Straße. Dafür hatte es Grund kaufen müssen, Reststücke blieben übrig.

Thomas Schierhorn, wie Angelika Schiffer vom Sachgebiet Gartenbau, erläuterte, dass die ursprünglich landwirtschaftliche Fläche zunächst vorbereitet werden musste. Dazu wurde die Erde auch frei von vorhandenen Samengut gemacht. Denn so manches Gras würde es den Blühpflanzen schwer machen, sich durchzusetzen. Der Maschinenring hat bei einigen Vorarbeiten geholfen

Die Experten vom Landratsamt haben darauf geachtet, dass die Saatmischung ausschließlich einheimische Blumenarten enthält. Das Saatgut mit über 60 verschiedenen Arten ist speziell für die Region "Fränkisches Hügelland" gemischt worden. Dabei sind unter anderem: Schafgarbe, Schwarznessel, Glockenblumen, Wiesen-Kümmel, Kornblume, Johanniskraut und das Echte Herzgespann.

"Die Blumen können eine Höhe von 60 bis 140 Zentimeter erreichen", so Angelika Schiffer. Es sind ein- als auch mehrjährige Arten dabei, so dass sich das Blumenbild immer wieder ändert. Schiffer ist gespannt, wie sich die Wiese entwickelt. "Die Natur funktioniert nicht immer nach unserem Plan." Einmal im Frühjahr soll die Wiese gemäht werden. Nun hoffen Angelika Schiffer und Thomas Schierhorn auf gutes Wetter. Das bedeutet mit Blick auf die Aussaat: ausreichend Regen.

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