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Mittwoch, 17.07.2019

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Blitzableiter für Störche entschärft

Die gefährlichen Spitzen auf dem "Wirth-Kamin" wurden mit Tennisbällen versehen, um die Brut nicht zu gefährden. - 19.06.2019 14:00 Uhr

Wenn der Hubkorb der Drehleiter mit „Besatzung“ kommt, ergreift das Storch-Elterntier die Flucht. An den Spitzen der ins Nest ragenden Blitzableiter wurden Tennisbälle angebracht, um die Storchenbrut auf dem „Wirth-Kamin“ nicht zu gefährden. © Foto: Heinz Czellnik


Der Herzogenauracher Ulrich Wirth, Besitzer des Gebäudes der ehemaligen Tuchweberei, ist selber aktiver Feuerwehrmann aus einer alten "Feuerwehr-Familie" und sprach deshalb mit den Brandbekämpfern, um die von den Blitzableitern ausgehende Gefahr für die Störche und ihre Brut zeitnah zu entschärfen – was angesichts der Kaminhöhe nur mit einer hohen (Feuerwehr-Dreh-)Leiter umzusetzen war.

Am vergangenen Samstag wurde die Familie Wirth zielgerichtet tätig und bediente sich einer Drehleiter, um die Blitzableiter-Spitzen auf dem Schlot mit tagesleuchtgelben Tennisbällen als schonende Dämpfer zu bestücken.

Mit leuchtgelben Tennisbällen wurden die Spitzen der Blitzableiter entschärft, sodass der Storchenbrut nichts geschehen kann.


Auch der Herzogenauracher Storchen-Experte Heinz Czellnik wurde für die Aktion "aktiviert" und begab sich zusammen mit dem Blitzableiter-Familienteam in schwindelnde Höhe.

Drei Küken im Nest

Dabei konnte Czellnik auch die drei Küken im Nest beobachten und fotografieren, die sich angesichts der Aktivitäten rund um das Nest in die sogenannte Gefahrhaltung begeben hatten, um den vermeintlichen "Feinden" in Arbeitskleidung so wenig Angriffsfläche wie eben möglich zu bieten. Könnte sein, dass dies nicht die letzte Entschärfungsaktion war. 

HANS VON DRAMINSKI

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