Samstag, 14.12.2019

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Warum die "Gredl"-Bahn am Wochenende stehen blieb

Zwischen RH und HIP fehlten Lokführer - Schienenersatzverkehr mit Bus und Taxi - 15.07.2019 13:52 Uhr

War am Wochenende von zahlreichen Ausfällen betroffen: Die "Gredl"-Bahn zwischen Roth und Hilpoltstein. © Paul Götz (Archiv)


Wir haben bei der Bahn nachgefragt, was die Ursache für die Zugausfälle am Wochenende zwischen Roth und Hilpoltstein waren. Daraufhin erhielten wir von einem Bahnsprecher folgende Antwort: "Da derzeit wenig qualifizierte Lokführer auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind, ist es für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen sehr schwierig, kurzfristig bei erhöhten Bedarfen zu reagieren."

Spezielle Kenntnisse nötig

Am Wochenende seien überdurchschnittlich viele Lokführer krank gewesen, die auch nicht kurzfristig durch andere Kollegen ersetzt werden konnten, da diese für andere Schichten eingeteilt gewesen seien. Es seien auch nicht genügend Lokführer für die Strecke Roth-Hilpoltstein verfügbar gewesen, weil "diese spezielle Streckenkenntnisse und Fahrzeugscheine für die spezifischen Einsatzgebiete benötigen." 

In solchen Fällen, in denen das Fahrpersonal nicht ausreicht, um alle Züge planmäßig fahren zu lassen, "wird darauf geachtet, dass geringer befahrene Linien betroffen sind, wie am vergangenen Wochenende bei Regio Bayern, die Regionalbahnen zwischen Hilpoltstein und Roth." Die Bahn sorgte für einen Schienenersatzverkehr mit Bussen und Taxen. 

Den "kurzfristigen Personalunterbestand" der Bahn bezeichnete ein Sprecher der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) als "allgemeines branchenspezifisches Problem, welches deutschlandweit alle Eisenbahnverkehrsunternehmen sowohl im Fern- als auch im Güter- und Regionalverkehr betrifft."

Dieser Artikel wurde am 15. Juli 2019 um 14.30 aktualisiert. 

 

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