Montag, 16.12.2019

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Schattierungen zum Wohlfühlen in Hilpoltstein

Die Sternsingerstraße soll laut Stadtratsbeschluss einen neuen Belag erhalten. - 15.07.2019 12:46 Uhr

Das Gesicht der Sternsingerstraße in Hilpoltstein wird ab dem Jahr 2020 einem gründlichen Lifting unterzogen – mit farbnuanciertem Granitpflaster und unterschiedlichen Pflanzungen. © Harry Rödel


Baubeginn ist 2020. "Wenn wir Kanal und Wasserleitung neu verlegen, bleibt von der Straße nicht mehr viel übrig", betonte Bürgermeister Markus Mahl in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Soll heißen: Die Sternsingerstraße wird einen neuen Belag erhalten und zwar in der Art, wie dieser im Gehwegbereich der Christoph-Sturm-Straße zu finden ist. "Granitpflaster in unterschiedlichen Farbschattierungen" nennt sich dieser Belag, erklärte Mahl.

Bäume kommen nicht in Frage

Angesichts der engen Straßenführung werde es, so 3. Bürgermeister Josef Lerzer (SPD), nicht möglich sein, eine Geschwindigkeitsbeschränkung einzuführen. Ulla Dietzel, stellvertretende Sprecherin der CSU-Fraktion, meinte, dass es wahrscheinlich "am Abend, wenn alle daheim sind", noch enger zugehen würde.

SPD-Fraktionsvorsitzender Benny Beringer fand die Planung für die Sternsingerstraße, die Diplom-Ingenieur Bernhard Leitner vom Nördlinger Büro Moser + Ziegelbauer vorlegte, schlichtweg als die "nachhaltigste Lösung". Bürgermeister Mahl wies noch darauf hin, dass in puncto Begrünung – eben wegen der räumlichen Enge – Bäume nicht in Frage kämen. Stattdessen wolle man entlang der Verkehrsfläche unterschiedliche Pflanzen einsetzen.

Was die Umgehung Meckenhausen-Sindersdorf angehe, erklärte Bürgermeister Mahl gestern Vormittag bei einem Pressegespräch, dass aller Voraussicht nach die Süd-Umgehung und damit "die beste, aber auch teuerste" das Rennen machen werde. Allerdings seien "die artenschutzrechtlichen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen". So müsse noch die Situation der Fledermäuse geprüft werden. Dieser Prozess dürfte bis Oktober/November abgeschlossen sein.

Auch "Nullvariante" möglich

Danach werde der Stadtrat entscheiden, welche Variante gewünscht sei. Zu diesen Varianten zählen auch die "Nullvariante" (Ausbau der bestehenden Staatsstraße, wir berichteten) sowie das sogenannte "Oberpfälzer Modell".

Dabei würde die Umgehung ungefähr erst zirka 100 Meter vor dem Ort beginnen. Zum einen, so Mahl, käme die Trasse dann billiger, weil man weniger Fläche brauchen würde. Zudem käme dies auch der Natur, konkret den Feldlerchen entgegen, die es zwischen Meckenhausen und Sindersdorf zuhauf gebe. Nach Stand der Dinge würde der Freistaat Bayern dieses Projekt mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützen.

HARRY RÖDEL E-Mail

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