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Samstag, 17.08.2019

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Kartonage statt Takelage im Thalmässinger Freibad

Das Pappbootrennen war ein spritziges und skurriles Vergnügen. - 20.07.2019 18:01 Uhr

"An mein Boot lass’ ich nur Pappe und Gaffa-Tape!" Getreu dieser Devise stachen die Kapitäne in See – nicht wissend, ob ihr Wassergefährt das rettende Ufer erreichen würde. Einige Exemplare lösten sich noch während des Einsatzes in ihre Bestandteile auf. Ein Spaß war’s allemal. © Foto: Tobias Tschapka


Die rund 300 Jugendlichen, die von etwa 70 Betreuern begleitet wurden, hatten am Nachmittag in Gruppen binnen zwei Stunden insgesamt 30 Pappboote konstruiert. Als Rohmaterial erhielt jedes der zehnköpfigen Teams einen von Fahrradgeschäften der Region gesponserten, leeren Fahrradkarton. Zum Zusammenkleben durften außer Gaffa-Tape keine anderen Hilfsmittel verwendet werden.

In die Fluten gestürzt

Doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Sogar ein "NASA"-Boot befand sich unter den schwimmenden Wettbewerbsbeiträgen, die sich mit jeweils einem Kapitän oder einer Kapitänin vor den Augen der Konfirmandengruppen aus der Region Ost der Evangelischen Jugend München in die Fluten stürzten.

Bilderstrecke zum Thema

Boote aus Pappkarton und Gaffa-Tape: Ein spritziges Vergnügen in Thalmässing

So manches Boot kam im Thalmässinger Freibad nur wenige Meter weit, ehe es sich in seine Bestandteile auflöste. Aber viele schafften es tatsächlich bis zum anderen Ende des Beckens, wenngleich keines der Gefährte als wasserdicht bezeichnet werden konnte. Zum Glück kümmerte sich die Wasserwacht um die Havaristen.


Als die Boote zu Wasser gelassen wurden, stimmte jedes Team einen extra einstudierten Schlachtruf an, und als schließlich der Startschuss fiel, gab es kein Halten mehr: Lautstark feuerten die Teenager ihre Favoriten an!

So manches Boot kam allerdings nur wenige Meter weit, ehe es sich in seine Bestandteile auflöste. Aber viele schafften es tatsächlich bis zum anderen Ende des Beckens, wenngleich keines der Gefährte als wasserdicht bezeichnet werden konnte.

Wasserwacht vor Ort

Bewertet wurde das Ganze von einer Jury, die vor allem auf Geschwindigkeit, Design und Fairness achtete. Und wenn einer der Piloten sich auch noch ein originelles Papp-Kostüm geschneidert hatte, floss das ebenfalls in die Bewertung ein. Am Ende warteten auf die schnellsten Rennbootfahrer Süßigkeiten.

Beobachtet wurde der spaßige Wettkampf auch von den Mitgliedern der Thalmässinger Ortsgruppe der Wasserwacht, die nicht nur auf die Sicherheit der Teilnehmer achteten, sondern nach dem Wettkampf noch eine ganz spezielle Aufgabe übernahmen: "An uns ist es, die havarierten Restbestände rauszuschnorcheln, damit das Becken am nächsten Tag wieder voll einsatzfähig ist", machte Sandra Karch, die Vorsitzende der Ortsgruppe, deutlich. 

TOBIAS TSCHAPKA E-Mail

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