Freitag, 15.11.2019

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Einmal alles dekontaminieren und weg mit dem Dach

Feuerwehr Greding beweist bei Tag der offenen Tür ihre Schlagkraft. - 19.09.2019 17:40 Uhr

Wer sich zum Einsatz in Chemikalienschutzanzüge zwängt, muss nachher gründlich gesäubert werden. Die Dekon-Gruppe Landkreis-Süd demonstriert, wie es richtig geht. © Jürgen Leykamm


Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Greding konnten sich die Besucher einmal selbst in die Lage eines Feuerwehrlers bei einem Verkehrsunfall versetzen. Der große Respekt vor Spreizer und Schere, gegen die kein Pkw bestehen kann, lässt die Gäste erst etwas abwarten. Dann aber fassen sich einige ein Herz. So zum Beispiel Christian Geyer, der sich bei spätsommerlichen Temperaturen aber erst einmal in einen Schutzanzug zwängen muss.

Ganz alleine darf er sich nicht an die Kraftmaschinen wagen, Gruppenführer Markus Zapp steht ihm zur Seite. "Jetzt schneiden wir noch hier vorne", gibt er vor und deutet in Richtung Windschutzscheibe. Schnell ist das Metall entzwei, Zapp ist zufrieden mit seinem "Schüler"; sein Einsatzverhalten "hat gepasst". Es sei eine interessante Erfahrung gewesen, "mit einer solchen Maschine ein Auto zu zerlegen", sagt Geyer, der aber auch einräumt: "Ich bin völlig durchgeschwitzt!"

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Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Greding musste ein Auto dran glauben

Unter Anleitung von Gruppenführer Markus Zapp wagt sich Christian Geyer an die Rettungsschere und sagt der Karosserie eines Kleinwagens den Kampf an. Auch die einzelnen Schritte eines Brandeinsatzes können die Besucher bei einer Übung hautnah mitverfolgen. Und wer sich zum Einsatz in Chemikalienschutzanzüge zwängt, muss nachher gründlich gesäubert werden. Die Dekon-Gruppe Landkreis-Süd demonstriert, wie es richtig geht.


Weniger schweißtreibend geht es ein paar Meter weiter zu, wo Gerätewart Wolfgang Schmidt die Schlauchpflegeanlage demonstriert, welche auch von den Wehren der Ortsteile genutzt wird. Vor acht Jahren, als die Gredinger ihr neues Domizil bezogen, hat die Anlage den Schlauchturm ersetzt. Nachträglich schaffte man sich auch eine Industriewaschanlage für die Einsatzkleidung an, die dort schonend gewaschen und imprägniert wird.

Großer Hingucker beim Tag der offenen Tür sind natürlich die verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge, die von groß und klein neugierig begutachtet werden. Bevor sich die ganz Kleinen auf in Richtung Hüpfburg machen. Doch ausgerechnet hinter dieser fängt es plötzlich verdächtig zu qualmen an. Weißer Rauch quillt aus den gekippten Fenstern des Jugendraums, auf dessen Sofa regungslos eine Person liegt.

Säubern nach dem Einsatz

Zum Glück nur eine Schauübung. Während die Nebelmaschine auf Hochtouren arbeitet, müssen die jungen Feuerwehrleute des Angriffstrupps an zwei Fronten kämpfen: Es gilt die Person zu bergen und natürlich den Rauch und dessen Ursache auszuschalten. Während des "Einsatzes" überträgt eine Kamera das Geschehen im Hauptlöschfahrzeug auf einen Bildschirm in der Fahrzeughalle, so dass die Besucher den Verlauf hautnah mitverfolgen können.

Danach haben sich alle eine Pause verdient. Zum krönenden Abschluss zeigt die Dekon-Gruppe Landkreis-Süd der Wehren aus Obermässing und Offenbau ihr Können. Sie ist im Ernstfall gefordert, Feuerwehrkräfte nach ihrem Einsatz zu dekontaminieren, wie es der Name schon sagt. Was nötig ist, wenn gefährliche Substanzen im Spiel waren. Dann heißt es in speziellen Chemikalienschutzanzüge zu Werke zu gehen. Ist alles erledigt, gilt es, sich fachgerecht säubern zu lassen.


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