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Dienstag, 04.08.2020

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Chance auf S-Bahn-Verlängerung bis Hilpoltstein erst 2030

Die Bahn schreibt in zehn Jahren ihr Netz neu aus - Untersuchungen laufen. - 13.02.2020 06:04 Uhr

Die S2 wird auch in den nächsten zehn Jahren nur bis Roth fahren. Bis 2030 sind noch große Anstrengungen nötig, wenn das Streckennetz bis Hilpoltstein ausgedehnt werden soll © Hans-Joachim Winckler


 Für Ulla Dietzel vom interkommunalen Arbeitskreis "S-Bahn" ist diese lange Zeitspange kein Grund aufzugeben. Denn "eine anständige Planung nimmt halt so viel Zeit in Anspruch", erklärt sie, die sich zusammen mit einigen Mitstreitern seit vier Jahren für einen Verlängerungsast der von Nürnberg kommenden S-Bahn in den südlichen Landkreis Roth einsetzt.

Und auch die Stadt Roth, deren Vertreter sich hinsichtlich der Verlängerung der S 2 noch ziemlich zurückhalten würden, so die 2. Bürgermeisterin der Stadt Hilpoltstein. Mit einer entsprechenden Taktung könnte sich die Nachbarkommune eine Stadtbuslinie sparen. Vom Haltepunkt Lohgarten aus seien Augustinum, Awo und vor allem das Schulzentrum schnell zu erreichen.

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Seit 1987 unterwegs: Die Geschichte der Nürnberger S-Bahn

Jeden Morgen nutzen tausende Pendler die Nürnberger S-Bahn. Vor mehr als 30 Jahren standen ihnen nur Regionalzüge – sie halten seltener als S-Bahnen – zur Verfügung. Als 1987 die erste Nürnberger S-Bahn-Linie in Betrieb ging, war das eine kleine Sensation, denn sie galt als Jahrhundertprojekt. Jahrelang war an den Plänen einer Schnellbahn für den Großraum Nürnberg gefeilt worden. Ein Rückblick.


Auch am Haltepunkt Eckersmühlen fänden sich genügend potenzielle Fahrgäste einer S-Bahn. Etwa über das Osttor der Otto-Lilienthal-Kaserne und entsprechenden Zubringerbussen. Doch das alles ist noch Zukunftsmusik. Derzeit laufen die Untersuchungen für eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse, so Bernd Krämer, Sachgebietsleiter Nahverkehr am Landratsamt Roth, "Ende März/Anfang April" erwartet werden und denen auch die Mitglieder des AK "S-Bahn" entgegenfiebern. In diese Thematik sei nicht nur ein Gutachter eingebunden, sondern auch der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN), betont Krämer. Der VGN beschäftige sich mit dem Fahrgast-Potenzial; für die technischen Belange sei ein Gutachter zuständig.

Steht das Resultat der Machbakeitsstudie fest und findet das Wohlwollen des Kreisausschusses, fängt die Arbeit erst richtig an: Staatliche Stellen müssen abgeklappert werden, wie zum Beispiel die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die dem Wirtschaftsministerium angegliedert ist. Und, und, und ...

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